Kriminalität

Bankräuber schießen Polizist nieder

Kurz vor Schalterschluss hat ein Verbrecher-Duo eine Bank in Bayern überfallen und sich anschließend eine Schießerei mit der Münchner Polizei geliefert. Ein Beamter und einer der Bankräuber wurden angeschossen. Trotzdem lieferten die beiden Brüder dem Sondereinsatzkommando eine wilde Verfolgungsjagd.

Foto: dpa

Der ältere der aus Salzburg kommenden Brüder hatte bei dem Überfall am Donnerstagabend einen Streifenbeamten niedergeschossen und war bei dem folgenden Schusswechsel selbst angeschossen worden, teilte die Münchner Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl wegen versuchten Mordes und räuberischer Erpressung.

Die mit Pistolen bewaffneten, maskierten Männer hatten kurz vor Schalterschluss in der Sparkasse Kirchheim Kunden und Angestellte bedroht und rund 10.000 Euro erbeutet. Als sie beim Verlassen der Filiale auf eine von Zeugen herbeigerufene Polizeistreife stießen, eröffnete der 47-jährige Täter aus wenigen Metern das Feuer und schoss einem jungen Streifenbeamten durch den Oberschenkel. Bei dem folgenden Feuergefecht wurde der Bankräuber ebenfalls von einer Kugel am Arm gestreift, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Großaufgebot der Polizei samt Hubschrauber verfolgte die Flüchtenden in ihrem Auto über Landstraßen und Autobahn Richtung Salzburg.

In einem Vorort von Traunstein wurden die Räuber von einem Sondereinsatzkommando (SEK) gestoppt. Beide ließen sich widerstandslos festnehmen. Neben den Pistolen und der Beute fand die Polizei auch eine Pumpgun-Schrotflinte im Auto.