München

Leiche im Keller nach 13 Jahren entdeckt

Ein seit 13 Jahren vermisster Münchner ist tot im Keller seines Wohnhauses gefunden worden. Der schreckliche Fund sei bei Entrümpelungsarbeiten gemacht worden, teilte die Polizei mit. Die mumifizierte Leiche befand sich in einem seit Jahren nicht mehr genutzten und versperrten Duschraum einer stillgelegten Backstube.

Der Raum im Keller war in Vergessenheit geraten: Fast 13 Jahre lang hat die Leiche eines Münchners unentdeckt in dem verwinkelten Gemäuer seines Wohnhauses gelegen. Seine inzwischen 80 Jahre alte Frau hatte ihn vermisst gemeldet, sie lebte weiter in nächster Nähe in der gemeinsamen Wohnung in dem Altbau.

Der mumifizierte Leichnam des Mannes wurde am Samstag beim Entrümpeln in dem seit Jahren nicht mehr genutzten und versperrten Duschraum einer stillgelegten Backstube entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Der Mann, der als Hausmeister tätig war, hatte sich dort erhängt.

Am 5. Oktober 1996 hatte die Frau ihren Mann zuletzt gesehen. Als er drei Tage wie vom Erdboden verschluckt blieb, meldete sie ihn als vermisst. Nach fünf Jahren sei er nach dem Verschollenengesetz für tot erklärt worden, sagte Polizeisprecher Damian Kania. Der Mann hatte offensichtlich keinen Abschiedsbrief hinterlassen. „Der Fall ist sehr außergewöhnlich.“

Als Hausmeister hatte der damals 67-Jährige die an sich versperrte Tür im Keller offenbar mit seinem Generalschlüssel geöffnet und hinter sich wieder zugezogen. Im Laufe der Zeit wurden vor der Tür zahlreiche Dinge abgestellt – bis sei gänzlich verschwunden war und irgendwann vergessen wurde.

Erst bei der Entrümpelungsaktion im Zuge geplanter Sanierungsarbeiten wurde sie jetzt wiederentdeckt. Das Haus im Stadtteil Haidhausen hatte den Besitzer gewechselt, die neue Besitzerin ließ den Keller entrümpeln.

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