Verletzte Rihanna

Chris Brown soll schon früher zugeschlagen haben

Neue Details fachen die Spekulationen an, was bei dem Streit zwischen Rihanna und ihrem Freund Chris Brown passiert ist. Der Musiker steht unter Verdacht, die Sängerin am Abend der Grammy-Verleihung verprügelt zu haben. Während er sich erstmals dazu äußert, ermittelt die Polizei wegen weiterer Vorfälle.

Foto: AP

Während Rihanna für eine Anklage gegen Chris Brown weiter mit den Behörden kooperiert und von einer Beziehung mit „ständigen Misshandlungen“ spricht, hat der Musiker erst einmal seine offizielle Seite der Internetplattform „Facebook“ geändert. Unter anderem hat er den Status seines Familienstandes korrigiert: Dort steht nun sehr deutlich „Single“.

Der Streit zwischen dem offensichtlich inzwischen getrennten Pärchen scheint damit in die nächste Runde zu gehen. Ein Vorfall vom Abend der Grammy-Verleihung sorgt weiter für Schlagzeilen. Demnach sollen die Musiker am Samstagabend in einen heftigen Streit miteinander geraten sein. Dabei soll der R’n’B-Sänger die 19-Jährige mit Fäusten ins Gesicht geschlagen haben. Mehrere US-Medien berichten, Rihanna habe ein blaues Auge, eine blutige Nase und eine aufgeplatzte Lippe davon getragen und sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Brown war zunächst vor der Polizei geflohen, stellte sich wenig später jedoch selbst der Polizei und wurde gegen eine Kaution von 50.000 Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt.

Auslöser des Streits soll eine SMS gewesen sein. Das Paar habe dem Internetdienst TMZ zufolge am Samstagabend gemeinsam im Auto gesessen, als Brown eine SMS mit einem eindeutigen Angebot von einer fremden Frau erhielt. Daraufhin soll Rihanna Brown befohlen haben, sie nach Hause zu bringen. Während der Fahrt habe das Popsternchen einen Freund angerufen und gesagt: „Er bringt mich nach Hause. Geh sicher, dass die Polizei da ist.“ Diese Bemerkung habe Brown nur noch mehr provoziert. Der Streit zwischen den beiden sei danach dermaßen eskaliert, dass Brown mit den Fäusten auf Rihanna einschlug und geschrieen haben soll: „Du sitzt jetzt richtig in der Klemme. Ich werde dich umbringen.“

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Angriffes und Drohungen gegen Brown. Er soll am 5. März vor dem Richter erscheinen. Bis dahin soll von der Polizei auch geklärt werden, ob es schon vor diesem Zwischenfall zu ähnlichen Misshandlungen in der Beziehung gekommen ist. „Wir sprechen mit Freunden und dem Management, ob sie vielleicht schon früher ähnliche Merkmale von Misshandlungen bemerkt haben“, sagte eine Quelle, die der Polizei nahe steht.

Denn vermutlich hat es einen ähnlichen Zwischenfall auch im Vorfeld der American Music Awards 2008 gegeben. Bei ihrem Auftritt trug die Sängerin damals eine Augenklappe. Nach ihrer eigenen Aussage hatte sie damals einen kleinen „Kratzer“ auf der Netzhaut.

Die Quelle sagt weiter: „Wir untersuchen diese Augenverletzung, ob sie ihr von Brown zugefügt wurde. Es könnte natürlich auch eine ganz normale Erklärung dafür geben. Aber die Polizei glaubt, Rihanna hätte bei früheren Vorfällen gegenüber den Ermittlern geschwiegen. Sie wird nun zu ihren früheren Verletzungen befragt und anscheinend öffnet sie sich langsam, was frühere Übergriffe Browns ihr gegenüber angeht.“

Weder Rihanna noch Chris Brown wurden nach dem Vorfall bis jetzt in der Öffentlichkeit gesehen. Chris Brown hat nun allerdings ein Statement auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Die Fan-Seite ist unter seinem richtigen Namen, Christopher Maurice Brown im Netz zu finden. Dort schreibt Brown: „Ihr werdet ihren wahren Charakter noch erkennen. Das steht fest!“

Rihannas Seite bei MySpace wird in der Zwischenzeit mit Mails geradezu bombardiert. Dort sagen Fans der Sängerin ihre Unterstützung zu und ermutigen sie, sich zu den Anschuldigungen zu äußern. Chris

Brown bekommt dagegen eher zweifelhafte Unterstützung von seiner Cousine Phylicia Thompson. „Chris wurde nicht dazu erzogen, Frauen zu schlagen. Er wird sich gerade nicht besonders gut fühlen, weil alle seine Fans ihn verlassen. Weil jeder denkt, er hätte etwas Falsches getan. Natürlich hat er etwas Falsches getan, als er seine Hand gegen sie erhob. Aber ich sage auch: Was geschah, geschah hinter verschlossenen Türen. Niemand hat gesehen, was wirklich passiert ist.“

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