Karrierestart auf YouTube

Justin Bieber ist ein echter 2.0-Teenie-Star

| Lesedauer: 3 Minuten

Foto: REUTERS

Er löst Hysterie unter pubertierenden Teenies aus: Justin Bieber. Im Gegensatz zu Miley Cyrus & Co. steht hinter ihm kein mächtiger Konzern.

Justin Bieber (16) hat einen Tick. Alle zwei Minuten neigt der Popstar-Jüngling seinen Kopf und wirft den Pony zur Seite. Dann sitzt sie wieder: seine Justin-Bieber-Frisur, die bei Teenie-Mädchen Kurzatmigkeit auslöst. Und Jungs – Internet- Foren zufolge auch Lesben – übernehmen seinen Surfer-Topfschnitt.

Nun ist der Trend setzende Kanadier auf Promotion-Tour in Deutschland, hechtet von einem Radiosender zum nächsten und die kleinen Mädchen im Bieber-Fieber-Wahn hinterher. Sie nennen sich auch die „Biebettes“. Zuvor war „The Biebs“ mit der Knabenchorstimme und den poppigen R'n'B-Songs wie „Baby“ als Gast beim VIVA-Musikpreis „Comet“ in Oberhausen angekündigt. Hinter dem Kleinstadtjungen aus Ontario, der mit 16 immer noch nicht im Stimmbruch ist und sowieso aussieht wie zwölf, steckt nicht etwa Disney wie bei „Hannah Montana“-Darstellerin Miley Cyrus. Auch keine Casting-Show. Er ist Prototyp eines Musikstars aus dem Netz.

Alles begann mit hausgemachten YouTube-Videos. Auch R'n'B-Künstler Usher klickte begeistert und produzierte ihn fortan. Heute ist Bieber ein internationales Teenie-Idol, hat sein zweites Album mit dem Titel „My World 2.0“ rausgebracht und unterhält seine Fangemeinde mehrmals täglich über Facebook und Twitter.

In dem sozialen Netzwerk Facebook zählt etwa vier Millionen Anhänger. Gerade lud er dort einen Fernsehbeitrag hoch, in dem er mit seinem Kopf gegen die Glas-Drehtür eines Frankfurter Hotels donnert. Bieber und sein Management geben den Fans das Gefühl, an seinem Leben teilzuhaben.

Er postete ein Foto mit dem 13 Jahre älteren TV-Sternchen Kim Kardashian und nannte sie im Scherz seine „Freundin“ – „Biebettes“ twitterten ihr daraufhin Morddrohungen. Beim Besuch des Hessischen Rundfunks (hr) in Frankfurt patscht Bieber während der Interviews auf seinem iPad herum. Als ihm nicht einfällt, wie häufig er schon in Deutschland war, springt die PR-Frau aus seiner Entourage ein.

Mädchenfragen beantwortet er aber ganz allein. Ja, er ist Single. Was muss die Traumfrau mitbringen? „Am Ende des Tages muss man mit ihr auch reden können“, sagt er beim hessischen planet radio, dem Jugendradio von FFH. Im hr3-Studio verrät er: Ja, er liebt die deutschen Mädels. Und nein, die Fan-Belagerungen stören ihn überhaupt nicht ( „It's all easy.“).

Und das, obwohl Ende April am Flughafen in Neuseeland sogar seine Mutter von kreischenden Fans zu Boden gestoßen wurde. Er selbst muss beim Autogrammeschreiben stets Bodyguards dabei haben, mit seinen ungefähr 1,60 Meter und 43 Kilo hat Bieber gegen durchdrehende Mädchen-Meuten keine Chance.

Die achtjährige Sanja aus Erlensee bei Frankfurt durfte beim „Meet & Greet“ für ein Foto mit Bieber posieren und will ihn definitiv heiraten. Und was macht sie mit den abertausenden Konkurrentinnen? „Die hau' ich einfach K.o.“, sagt sie der „Offenbach Post“.

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