DNA-Fahndungserfolg

Mutmaßlicher Mörder nach 14 Jahren verhaftet

Fast 14 Jahre nach dem Mord an einer jungen Frau in Holland ist ein Verdächtiger in Köln verhaftet worden. Er soll das "Rosenmädchen" umgebracht haben.

Foto: picture-alliance/ dpa / dpa

Die Ermittler seien dem 56-Jährigen durch einen DNA-Abgleich auf die Spur gekommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er ist bereits wegen Sexualstraftaten in Deutschland vorbestraft. Der arbeitslose Mann bestreite die Tat. Das Opfer ist bis heute nicht identifiziert.

Zwei Waldarbeiter hatten die Leiche der etwa 18 bis 25 Jahre alten Frau im Juni 1996 in einem Waldgebiet in Lottum bei Venlo gefunden. Der Täter hatte die Frau brutal gequält, sexuell missbraucht und dann getötet. Trotz aufwendiger Ermittlungen konnte kein Verdächtiger gefasst werden. Und niemand kannte das Opfer.

Obwohl die Polizei Fotos der Toten veröffentlichte, schien niemand die Frau zu vermissen. Wegen der Nähe zur deutschen Grenze wurde der Fall damals auch in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ gezeigt, aber entscheidende Hinweise blieben aus. Weil Lottum als Rosenstadt bekannt ist, wurde die unbekannte Tote „Rosenmädchen“ genannt.

Vor drei Jahren arbeiteten die holländischen Ermittler die alten Akten erneut durch. Schließlich entdeckten Forensik-Spezialisten an den 1996 gesicherten Spuren den „genetischen Fingerabdruck“ eines Unbekannten. Ein Abgleich mit der DNA-Datenbank des Bundeskriminalamtes brachte schließlich eine Übereinstimmung mit der DNA des 56-jährigen Kölners. Am Donnerstag nahmen die Ermittler ihn in seiner Wohnung fest.

Nun hofft die Polizei, die Frau durch die erneute Veröffentlichung von Fotos doch noch zu identifizieren. Die Bilder zeigen die Tote sowie den Schmuck, den sie trug. Außerdem veröffentlichte die Polizei Fotos des Verdächtigen – in der Hoffnung, dass sich Zeugen daran erinnern, den Mann 1996 in der Nähe des Tatorts gesehen zu haben.

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