Noch sechs Vermisste

Tote Touristin nach Bootsunfall in Phuket geborgen

Nach dem Untergang eines Taucherboots vor der Küste Thailands haben die Rettungskräfte eine Leiche geborgen. Es handlt sich den Behörden zufolge um eine weiße Frau. Die Suche nach den übrigen Vermissten wird fortgesetzt. Die deutschen Urlauber sollen jedoch alle gerettet worden sein.

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Nach dem Bootsunglück vor der thailändischen Küste sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes alle Deutschen an Bord gerettet worden. Die deutsche Botschaft stehe mit den thailändischen Behörden in Kontakt, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit.

Nach allen derzeit vorliegenden Erkenntnissen sei davon auszugehen, dass keine Deutschen mehr vermisst würden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die vier Urlauber, die an Bord des Unglücksbootes gewesen seien, seien in Sicherheit. Die thailändischen Behörden hatten zuvor angegeben, nach dem Schiffsunglück am Sonntag würden sieben Menschen vermisst, darunter eine Deutsche sowie Insassen aus Österreich, der Schweiz und Japan.

Die geborgene Leiche dagegen sei noch nicht identifiziert worden, teilten die Behörden mit. Ein Behördenvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, bezeichnete die Chancen auf eine Rettung der übrigen Vermissten als gering. Trotz ruhiger See seien sie vom Hubschrauber aus nicht gesichtet worden. Nun würden Spezialtaucher gebraucht, um in dem gekenterten Boot nach Leichen zu suchen.

Das Boot mit mindestens 30 Tauchern an Bord war auf der Rückfahrt von den Similan-Inseln und sank rund 20 Kilometer vom Festland entfernt. Die Similan-Inseln befinden sich etwa 120 Kilometer nordwestlich der Touristeninsel Phuket. Warum das Boot sank, war zunächst unklar. „Die See war vor dem Unfall ruhig“, sagte ein Polizeisprecher.

Das knapp 30 Meter lange Boot, die „Choke Somboon“ oder „Dive Asia 1“, war erst am 31. Oktober vergangenen Jahres in Dienst gestellt worden, sagte Jürgen Schenker, einer der deutschen Manager der Tauchschule „Asia Dive“. Es sei am späten Sonntagabend plötzlich von Sturmwellen gepackt worden und gekentert. Überlebende empfanden das Geschehen wie einen Tornado, der aus dem Nichts auftauchte.