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Madonna will Botschafterin fürs Judentum sein

Foto: KCF TT**TOK** / AP

Zum jüdischen Neujahrsfest ist Madonna nach Israel gereist. Bei einem Treffen mit Präsident Schimon Peres sagte sie, sie sehe sich als Botschafterin des Judentums. Madonna ist Anhängerin der Kabbala, einer mystisch-jüdischen Geheimlehre.

Madonna, die den jüdischen Namen "Esther" angenommen hat, begeht in Israel das jüdische Neujahrsfest. Sie wird begleitet von einer Schar von Prominenten, darunter diversen Hollywood-Größen

wie Demi Moore, Ashton Kutcher und Rosie O’Donnell.


Wie der israelische Rundfunk berichtete, sprachen Peres und Madonna über Möglichkeiten eines Friedens in Nahost. Über etwaige politische Vorschläge Madonnas zur Lösung des Nahostkonflikts wurden keine weiteren Einzelheiten bekannt. Vermeldet wurde allerdings der Austausch von Geschenken: Madonna überreichte dem Staatsoberhaupt eine Ausgabe des Zohar, eines Standardwerks der Kabbala, einer mystischen Geheimlehre des Mittelalters. Peres überreichte eine von ihm signierte Ausgabe der Bibel.


"Sie können sich nicht vorstellen, wie populär der Zohar bei den Schauspielern in Hollywood ist", sagte Madonna nach Medienberichten zu Peres. "Alle Leute, die ich treffen, wollen mit mir nur darüber sprechen. Ich bin eine Botschafterin für das Judentum. " Das Neujahrsfest mit Peres zu feiern, sei für sie die Erfüllung eines Traums, sagte die Sängerin.

Madonna gilt als Vorreiterin einer ganzen Schar von Prominenten, die neuerdings im mystischen Kabbala nach dem Sinn des

Lebens suchen. Sie wurde 1997 Anhängerin der Lehre nach amerikanischer Auslegung, in der orthodoxe jüdische Tradition mit positivem Denken und anderen Einflüssen verschmolzen werden. Seit 2004 nennt sich die Sängerin Esther, und obwohl sie nie zum Judentum konvertierte soll sie Medienberichten zufolge inzwischen auch den Sabbat einhalten. Zum letzten Mal besuchte sie vor vier Jahren zum Neujahrsfest das Heilige Land.

( kna/ap/afp/kas )