Drogenkrieg

77 Leichen aus Goldmine in Mexiko geborgen

Foto: dpa

In einer Mine in Süden Mexikos entdeckten die Behörden ein Massengrab. Inzwischen wurden 77 gefesselte Leichen geborgen.

Aus einem 150 Meter tiefen Schacht einer Mine im Süden Mexikos haben die Behörden 77 Leichen geborgen. Die Staatsanwaltschaft korrigierte am Montagabend frühere Angaben, denen zufolge dort sogar 77 Leichen entdeckt worden seien. Das Massengrab wurde im Mai im Luftschacht des Bergwerks in über einhundert Meter Tiefe entdeckt. Die Leichen wurden den Angaben zufolge in den vergangenen sechs Monaten in den Schacht geworfen. Die Behörden rechnen damit, dass es drei bis vier Wochen dauern könnte, sie zu identifizieren.

Die Behörden gehen davon aus, dass der Luftschacht von der Drogenmafia benutzt wurde, um die Körper von Ermordeten verschwinden zu lassen. Er gehört zu der Gold- und Silbermine La Concha in der Nähe von Taxco de Alarcón im Bundesstaat Guerrero. In dem Massengrab waren Ende Mai zunächst 20 Leichen entdeckt worden. Bei weiteren Nachforschungen fanden Ermittler bis zum Sonntag insgesamt weitere 35 Tote, die an Händen und Füßen gefesselt waren. Unterdessen wurden in der Nähe von Cancún im Bundesstaat Quintana Roo am Sonntag sechs Leichen in einem Erdloch gefunden.

Damit erhöhte sich die Zahl der aufgefundenen Leichen innerhalb weniger Tage auf inzwischen 55. Vermutlich handelt es sich um Opfer des erbarmungslosen Kampfs der mexikanischen Drogenkartelle. Guerrero ist einer der mexikanischen Bundesstaaten, die am stärksten vom Kampf der Drogenkartelle um lukrative Schmuggelrouten betroffen sind. Der Fundort der Leichen befindet sich rund 150 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt. Im mexikanischen Drogenkrieg starben seit Ende 2006 bereits fast 23.000 Menschen.

( dpa/AFP/tma )

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos