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Kriminalamt zerschlägt Kinderporno-Ring

Dem Bundeskriminalamt (BKA) ist ein neuer Schlag gegen Kinderpornografie gelungen. Es seien Wohnungen und Geschäftsräume von 121 Verdächtigen in ganz Deutschland durchsucht worden, teilte das BKA mit. Die Ermittlungen richteten sich gegen eine deutschsprachige Internet-Gemeinschaft von Pädophilen.

Die Aktion wird weiter fortgesetzt. Die Ermittlungen richten sich gegen eine deutschsprachige Internet-Gemeinschaft von Pädophilen.

Die Beamten hätten gegen neun Initiatoren und Verantwortliche der Internetforen Haftbefehle vollstreckt, hieß es. Es gehe um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung und Verbreitung kinderpornografischen Materials.

In Berlin sind nach Polizeiangaben die Wohnungen von sechs Tatverdächtigen durchsucht worden. Festnahmen habe es nicht gegeben, Beweismittel konnten jedoch sichergestellt werden.

BKA-Präsident Jörg Ziercke wertete die Festnahmen als „großen Erfolg im Kampf gegen die Kinderpornografie-Szene“. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler außerdem etwa 220 Computer und rund 17.000 Speichermedien sicher. Insgesamt waren etwa 800 Beamte von BKA und Polizei im Einsatz.

Weltweit seien seit Januar im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt 136 Verdächtige ermittelt worden. Durchsucht worden seien zeitgleich auch Räume von 15 Verdächtigen in der Schweiz, Österreich, Spanien, Bulgarien, Kanada und den USA.