Filmpremiere

Hamburg begeistert sich für "Chiko" und Lady Bitch Ray

Der von Fatih Akin produzierte Gangsterfilm „Chiko" hat bei seiner Deutschlandpremiere am Mittwochabend in Hamburg das Publikum hingerissen. Top-Attraktion des Abends war allerdings Rapperin Reyhan "Lady Bitch Ray" Sahin in ihrem Film-Outfit einer Prostituierten.

Mit kräftigem Applaus feierten die Zuschauer im CinemaxX-Kino in der Innenstadt den von Regisseur Özgür Yildirim inszenierten Streifen. Stürmischen Beifall ernteten die Hauptdarsteller Denis Moschitto und Moritz Bleibtreu. Der Film, der bereits auf der Berlinale für Aufsehen gesorgt hatte, startet am Donnerstag bundesweit in den Kinos. Moschitto mimt den Jungen Chiko, der von Reichtum träumt und ganz nach oben will. Bleibtreu spielt den Drogenboss Brownie, der ihm dabei behilflich sein soll.

Neben Yildirim, Bleibtreu und Moschitto zeigten sich auch Volkan Özcan, der den Chiko-Kumpel Tibet spielt, sowie im schrillen Outfit Rapperin Lady Bitch Ray, die auf der Leinwand als Prostituierte zu sehen ist, auf dem roten Teppich. Nach der Vorführung feierten das Team und seine Gäste im benachbarten Casino Esplanade weiter. Akin („Gegen die Wand“, „Auf der anderen Seite“) selbst ist derzeit in New York. „Chiko“ ist der erste Film, den er mit seiner Firma Corazón International für Deutschland produziert hat, ohne selbst Regie zu führen. Für die Türkei hatte er bereits das preisgekrönte Drama „Takva – Gottesfurcht“ produziert. Der wie Akin aus Hamburg stammende Yildirim legt mit „Chiko“ sein Spielfilmdebüt vor.

Beim Thema Gewalt lehne sich der Film „sehr weit aus dem Fenster“, sagte Chiko-Darsteller Moschitto. „Doch es ist vor allem die emotionale Grausamkeit, die den Film so heftig macht.“ Für den 30-Jährigen, bislang überwiegend aus Komödien bekannt, erfüllte sich mit der Rolle ein Wunsch: „Ich möchte einfach so viel wie möglich so unterschiedliche Rollen wie möglich spielen“, betont er. „Ich habe oft genug den coolen, jugendlichen Sprücheklopfer gespielt.“ Immer nur für Komödien angefragt zu werden, sei irgendwann langweilig. Seine Rollen suche er sich „sehr sorgfältig“ aus. „Vieles von dem, was in Deutschland gemacht wird, interessiert mich nicht. Ich will mir die Rosinen unter den Angeboten rauspicken.“

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