Missbrauchsvorwürfe

Ruf nach schneller Entscheidung Roms zu Mixa

Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat ihre Forderung bekräftigt, dass der Vatikan schnell über das Rücktrittsangebot des umstrittenen Augsburger Bischofs Walter Mixa entscheiden müsse. Wenn sich die neuen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Mixa erhärten sollten, sei eine rasche Entscheidung nötig.

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„Wir sind Kirche"-Sprecher Christian Weisner nannte das Bekanntwerden staatsanwaltschaftlicher Vorermittlungen gegen Mixa wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch „eine schockierende Nachricht“ für alle deutschen Katholiken.

Der Fall Mixa sei längst keine Augsburger Angelegenheit mehr, sondern werfe dunkle Schatten über die gesamte katholische Kirche in Deutschland.

Man könne den Papst nur vor einer zögerlichen Haltung warnen. Schon jetzt gebe es im Bistum Augsburg viele Kirchenaustritte.

Jeder weitere Tag mit Mixa als Augsburger Oberhirte sei deshalb ein Tag zu viel. Mixa hatte nach wochenlanger Kritik und Gewaltvorwürfen ehemaliger Heimkinder am 21. April dem Papst seinen Rücktritt angeboten. Ein Zeitpunkt für die Entscheidung des Vatikans darüber steht nicht fest.

( dpa/cor )