Berlin-Tegel

Dritter Poker-Räuber am Flughafen gefasst

Zwei Wochen nach dem Überfall auf ein Pokerturnier in Berlin ist ein dritter Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, stellte sich der Mann am Flughafen Tegel. Nach Informationen der "B.Z." soll es sich um den 20-Jährigen Mustafa U. handeln.

Zwei Wochen nach dem spektakulären Überfall auf ein Poker-Turnier in Berlin hat die Polizei den dritten mutmaßlichen Räuber festgenommen. Der 20-Jährige habe sich gegen 11.00 Uhr in Berlin am Flughafen Tegel bei der Einreise nach Deutschland gestellt, bestätigte die Polizei.

Zwei der mutmaßlichen Poker-Räuber sitzen bereits in Untersuchungshaft. Vier junge Männer hatten am 6. März bei dem Überfall auf das Pokerturnier im Hotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz 242.000 Euro erbeutet und das Geld unter sich aufgeteilt.

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Polizeipräsident Dieter Glietsch haben sich zufrieden mit der bisherigen Aufklärung des Poker-Raubes gezeigt. „Das ist gut gelaufen, das habe ich von Anfang an gesagt“, sagte Glietsch.

Die Kriminalpolizei habe gute Arbeit geleistet. „Ich habe nur einen Satz gesagt: die Chancen stehen nicht schlecht. Und das war dann auch so“, meinte Glietsch.

Körting zeigte sich aber trotzdem optimistisch und sagte: „Das ist nur eine Frage der Zeit, bis man sie hat. Viel Geld haben sie ja nicht mitgenommen, und das reicht ja nicht ewig.“ Zwischenzeitlich gab es kritische Stimmen, weil der Eindruck entstand, die Polizei komme mit der Aufklärung des Überfalls nicht voran.

Nach der Veröffentlichung der Fahndungsfotos von den mutmaßlichen Tätern gingen nach Polizeiangaben 20 neue Hinweise ein. Bisher seien 47 Zeugen vernommen worden.