Geldregen auf der A 2

Cabriofahrer muss nicht für Polizeieinsatz zahlen

Glück im Unglück für den 23-Jährigen, der bei einer Probefahrt auf der A 2 bei Hannover 23.000 Euro in großen Scheinen verloren hatte. Der Polizeieinsatz und die Sperrung der Autobahn werden ihm nicht in Rechnung gestellt. Allerdings hat das Ganze doch negative Folgen für den jungen Mann.

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Der Cabriofahrer, der auf der A 2 bei Hannover buchstäblich für einen Geldregen und der darauffolgenden Sperrung der Autobahn gesorgt hatte, muss den Polizeieinsatz nicht bezahlen. Der Grund: "Die Autobahn wurde wegen einer Gefahrenabwehr gesperrt und nicht, um dem Mann sein Geld wiederzubesorgen", sagte ein Polizeisprecher aus Hannover Morgenpost Online. Allzu teuer wäre der Einsatz für den Mann auch nicht geworden, laut Polizei wären lediglich 235 Euro angefallen.

Die Summe setzt sich nach Polizeiangaben in Niedersachsen wie folgt zusammen: Jede der vier Funkstreifenwagen kostet pro halbe Stunde Einsatz 15 Euro. Für jeden der sieben Beamten vor Ort wurden 25 Euro veranschlagt.

Schmerzlicher dürfte da der Verlust von 3000 Euro sein, die trotz der Suchaktion auf der A 2 nicht gefunden werden konnten. "Das Geld wurde bisher noch nicht abgegeben", sagte der Polizeisprecher. Der oder die Finder werden aufgefordert, das Geld bei der Polizei in Hannover abzugeben. "Wer das Geld behält, macht sich strafbar", sagte der Beamte. "Aber suchen Sie nicht auf der Autobahn, das ist zu gefährlich."

Gestern wurde die A 2 für eine halbe Stunde gesperrt, nachdem ein 23 Jahre alter Mann bei einer Probefahrt mit einem Cabrio 23.000 Euro verloren hatte.

Offenbar wirbelte der Wind das Geld auf, wobei sämtliche Scheine aus dem Auto auf die Fahrbahn flatterten. Der 23-Jährige fuhr auf den Standstreifen und informierte die Polizei. Wie ein Polizeisprecher sagte, hatte er das Geld für einen späteren möglichen Kauf des Autos auf der Rückbank in einem Umschlag deponiert. Einen Großteil des Geldes konnte der Mann in der Mittelplanke wiederfinden.