Umfragen

Was Singles vom potenziellen Partner wollen

Singles haben meist alle denselben Wunsch: einen neuen Partner finden – und sei es auch nur für ein Schäferstündchen. Im europäischen Vergleich entwickeln aber ausgerechnet die Franzosen eine spezielle Abneigung bei der Suche. Mit einer solchen kämpfen auch Pärchen, denen die Zornesröte ins Gesicht steigt.

Sich über sich selbst ärgern? So was kommt vor und wird als gesunder Hang zur Selbstreflexion gewertet. Gefährlicher ist da schon die Angewohnheit, sich über Kollegen oder den Chef zu echauffieren. Doch das alles ist erträglich, solange man nur jemanden hat und liebt, der einen auffängt und den größten Zorn vergessen lässt. Oder?


Das Ergebnis einer Umfrage der Zeitschrift „Lisa“ legt nun leider die Vermutung nahe, dass es gerade die Liebsten sind, welche für Wutausbrüche sorgen. Demnach regten sich 73 Prozent der Befragten am ehesten über die Macken ihrer Partner auf. Eigene Fehler, Kollegen und der Chef folgten erst auf den Plätzen zwei bis vier.


Nur Optimisten können behaupten, dass dies ein schönes Ergebnis ist, weil es vernünftig ist, eine geliebte Person stets auf ihre Mängel und Schwächen hinzuweisen. Realisten müssen aber sagen: Wenn man am liebsten über den Partner schimpft, dann stimmt etwas nicht. Wozu gibt es schließlich nervige Verwandte?

Franzosen sind scheu

Dass es bei den Vorlieben, einen potenziellen Partner betreffend, im vereinigten Europa von Nation zu Nation deutliche Unterschiede gibt, verblüfft kaum. Doch dass ausgerechnet viele französische Singles Sex-Appeal unwichtig finden, ist eine Überraschung. Scheu sind männliche Franzosen außerdem, wie die Online-Partnervermittlung Parship in ihrer europäischen Single- und Partnerstudie feststellt: Vollblutfrauen machen ihnen Angst. Deutsche Singles verabscheuen Weicheier und Heulsusen (Männer: 64 Prozent, Frauen: 68 Prozent), die Männer finden Frauen mit Organisationstalent klasse.


Die Schweden machen ihrem Ruf als Pragmatiker alle Ehre: Sie haben kein Problem mit dem Leben in einer Patchworkfamilie (fast 90 Prozent). Menschen, die sich selbst für kompliziert halten, sollten übrigens einen großen Bogen um Italiener machen, denn die finden nichts schlimmer als Kompliziertheit.