Verfolgungsjagd

Bankräuber rast mit Geisel der Polizei davon

Kurz nach einem Banküberfall in Hessen hat die Polizei einen der drei Täter bei einer spektakulären Verfolgungsjagd mit vorübergehender Geiselnahme gefasst. Der 27 Jahre alte Mann und ein Beamter wurden dabei am Freitag leicht verletzt. Der Bankräuber hatte ein Auto gekapert und den Fahrer mit vorgehaltener Pistole als Geisel genommen.

Foto: dpa

Als der Täter bemerkte, dass er von der Polizei entdeckt worden war und verfolgt wurde, ließ er den Autofahrer frei und brauste mit hoher Geschwindigkeit davon, wie die Polizei in Bad Hersfeld mitteilte.

Dabei wurde er rund 25 Kilometer weit von drei Streifenwagen verfolgt. Eines der Autos drängte schließlich den Fluchtwagen auf der Bundesstraße in Bad Hersfeld ab. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Danach konnte die Polizei den Flüchtenden festnehmen. Bei dem Fahrmanöver verletzte sich ein Polizist am Rücken.

Die beiden anderen Täter waren auch am Abend noch auf der Flucht. Das Trio hatte eine Kreissparkasse im osthessischen Friedewald überfallen. Die Beute bei dem Raub soll ersten Angaben zufolge mehrere Tausend Euro betragen. Ein Teil des Geldes fand die Polizei bei dem festgenommen 27-Jährigen. Er hatte die Taschen voller Scheine.

Nach dem Überfall waren die Täter, die in der Bank mit Schusswaffen das Geld erpresst hatten, zu einem Komplizen in einem gestohlenen Fluchtwagen geeilt. Sie rasten mit bis zu Tempo 200 davon, hängten einen Streifenwagen ab und versteckten sich in einem mehrere Hektar großen Waldgebiet bei Heringen. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Ein Hubschrauber entdeckte wenig später aber nur das zurückgelassene Auto, indem sich einige Säcke mit Geldmünzen befanden.

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