Nach Prügel-Attacke

Rihanna, Chris Brown und das "Projekt Mea Culpa"

Rihannas Freund Chris Brown will ihr mehrere Millionen Dollar Entschädigung zahlen, falls er ihr sie noch einmal verletzt. Das ist nur ein Teil der Abmachungen, die sein Management für die Kampagne "Projekt Mea Culpa" entwickelt hat. Doch der nächste Ärger zwischen den Musikern zeichnet sich schon ab.

Seit dem Übergriff auf Rihanna trägt Chris Brown öffentlich ein Büßergewand. Sowohl das Gericht, als auch seine Fans muss er dringend davon überzeugen, dass seine Reue ernst gemeint ist. Immerhin droht ihm bis zu vier Jahren und acht Monate Haft, falls das Gericht ihn schuldig spricht.

Deshalb hat sein Management das „Project Mea Culpa“ entwickelt. Ein Mitglied des Teams sagte der britischen Zeitung „The Sun“, dass damit aus etwas „sehr Schlechtem etwas sehr Gutes“ entstehen soll. „Dabei handelt es sich um eine PR-Kampagne“, sagte eine Quelle der „Sun“. „Sie funktioniert allerdings nur, wenn eine generelle Veränderung und Reue erkennbar sind – und der Wille, in Zukunft solche Schwierigkeiten zu vermeiden.“

Dazu gehört auch eine Abmachung, die für Rihanna eine Entschädigung über sieben Millionen Dollar vorsieht, sollte Brown die Sängerin noch einmal verletzten – und sei es auch nur, wenn er „ihren Arm zu fest drückt“, zitiert „The Sun“ das Management.

Doch der schwerste Schritt für Brown kommt wahrscheinlich noch: Der R’n’B-Sänger soll zudem gemeinsam mit Rihanna in einer Show auftreten. Dort soll er öffentlich über seine Probleme sprechen. Noch gibt es zwar keinen Sendetermin, aber es heißt, dass das Paar bald bei Oprah Winfrey erscheinen werde. Für Brown wird es nicht leicht werden, dort Sympathie zu wecken. Winfrey hatte die angebliche Versöhnung des Paares schwer verurteilt und Rihanna folgenden Rat gegeben. „Heile Dich erst selbst und außerdem, Liebe tut nicht weh!”

Doch Brown tut alles, um den Imageschaden eindzuämmen: Nach Medienberichten soll er inzwischen sogar bereit sein, ein Teilgeständnis abzulegen. Allerdings will er nur ein Fehlverhalten zugeben, nicht die Körperverletzung. Dadurch würde er dem Gefängnis entgehen. Der Grund: Er behauptet, Rihanna habe ihn ihrerseits bei einem Streit mehrfach geschlagen, während er am Steuer saß. Dadurch, so Brown, sei der Streit am Abend der Grammy-Verleihung eskaliert. Der Sänger soll Rihanna daraufhin mit Fäusten geschlagen haben.

Beide Musiker sagten ihre geplanten Auftritte ab, Rihanna kam ins Krankenhaus. Ein Foto aus den Ermittlungsakten gelangte später an die Öffentlichkeit und kursierte im Internet. Es zeigte die Sängerin mit einem geschwollen Gesicht, aufgeplatzter Lippe und einem blauen Auge. Bei der Attacke soll Brown zudem gedroht haben, Rihanna zu töten.

Doch der nächste Streit scheint schon vorprogrammiert. Denn beide Musiker sind für einen renommierten TV-Kinderpreis nominiert. Trotz der Anklage gegen Brown will ihn der US-Kindersender nicht von der Preisverleihung am 28. März ausschließen. Stattdessen verteidigte der ausrichtende Sender Nickelodeon seine Teilnahme: „Er wurde von den Kindern vor einigen Monaten nominiert und die Kinder werden auch darüber abstimmen, wer in der Kategorie gewinnt“, teilte der Sender über den Internetdienst „TMZ“ mit. Sein heißester Konkurrent ist Rihanna. Brown soll auf seiner MySpace-Seite inzwischen an seine Fans appellierte haben, bloß ihn zu wählen.

Rihanna dagegen hält sich mit Kommentaren zurück: Sie soll ihre Arbeit wieder aufgenommen haben und im Studio ihr neues Album produzieren. Geplant sei unter anderem auch ein Duett mit Chris Brown. „Sie ist in Ordnung“, sagte ihr Produzent Adonis Shropshire der „Sun“. Man müsse bedenken, dass Rihanna immer noch ein Kind sei. „Natürlich hat sie schlimme Erinnerungen, aber jetzt kommt es darauf an, nach vorne zu blicken.“

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