Flugzeug-Absturz

Amsterdam - Zwei Boeing-Mitarbeiter unter den Toten

Unter den neun Toten des Absturzes einer türkischen Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 unweit von Amsterdam sind auch zwei Mitarbeiter des US-Flugzeugbauers Boeing. Das bestätigte der Konzern. Unterdessen gehen die Untersuchungen über die Unglückursache weiter.

Ein dritter Boeing- Angestellter an Bord des Unglücksflugzeugs sei verletzt worden und liege noch in Krankenhaus, hieß es in der Firmenmitteilung aus Seattle. „Dies ist ein trauriger Tag für unser Unternehmen“, sagte Boeing-Chef Jim McNerney.

Insgesamt seien vier Boeing-Mitarbeiter in dem Flugzeug der Turkish Airlines von Istanbul nach Amsterdam unterwegs gewesen. Über das Schicksal des vierten Angestellten erwarte das Unternehmen noch Informationen, hieß es in der Erklärung. Zuvor hatten die niederländischen Behörden mitgeteilt, bei dem Absturz der Maschine seien vier US-Amerikaner und fünf Türken getötet worden.

Das Flugzeug war beim Landeanflug auf den Amsterdamer Airport Schiphol plötzlich wie ein Stein vom Himmel gefallen und auf einem Acker aufgeprallt. An Bord waren nach neuen niederländischen Angaben 135 Menschen. Zunächst war von 134 die Rede. Ein Mitreisender habe jedoch nicht auf der Passagierliste gestanden, teilte der Amsterdamer Krisenstab mit.

Unter den Überlebenden des Absturzes ist auch ein Deutscher aus Nordrhein-Westfalen. Der Mann kam mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon. Insgesamt wurden 86 Insassen der Maschine verletzt, 24 von ihnen schwer.

Derweil wurden die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes fortgesetzt. Ein offizielles Ergebnis wird Anfang der kommenden Woche erwartet. Experten gehen inzwischen davon aus, dass während des Landeanflugs die Triebwerke ausgefallen sein könnten. Die Gründe dafür seien jedoch bislang unklar. dpa/cor