Frost und Eis

Es war der kälteste Januar seit zwei Jahrzehnten

Der Januar ist in Deutschland bislang so kalt gewesen wie zuletzt vor 22 Jahren. Die Durchschnittstemperatur lag mit minus 5,3 Grad um fast 5 Grad unter dem langjährigen Mittelwert, wie der Deutsche Wetterdienst bilanzierte. Die zweite Monatshälfte werde aber wahrscheinlich milder ausfallen. Ab dem Wochenende soll es wechselhaft und nasskalt werden.

Letztmals kälter in einem Januar war es 1987, als die Durchschnittstemperatur nur minus 5,9 Grad erreichte. Die zu Ende gegangene Dauerfrostperiode war nach den Angaben des DWD nicht rekordverdächtig. In den Kriegsjahren 1940 bis 1942 beispielsweise lagen die Temperaturen noch niedriger. Den kältesten Januarmonat seit Beginn der flächendeckenden Temperaturbeobachtungen in Deutschland im Jahre 1891 gab es 1940 mit minus 9,0 Grad. Das langjährige Januarmittel liegt bei minus 0,5 Grad.


Nach einer im Süden erneut klirrend kalten Nacht machten Schnee und gefrierender Regen am Mittwoch wieder Autofahrern und Fußgängern in einigen Regionen Deutschlands zu schaffen. Im Laufe des Donnerstags und des Freitags soll sich vorübergehend Hochdruckeinfluss durchsetzen, bevor Tiefausläufer die Kältewelle beenden. Mit einer westlichen Strömung „wird es zwar nicht gleich sehr mild, aber die Temperaturen dürften dann wieder im Bereich der Normalwerte für den Monat Januar liegen“, erklärte der Meteorologe Andreas Friedrich.


Dank gestiegener Temperaturen ist die Schifffahrt auf der Mosel am Mittwoch schrittweise wieder in Gang gekommen. Wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Koblenz mitteilte, sind die Schleusen auf den bislang vereisten Flussabschnitten wieder frei. Mit Hilfe eines Eisbrechers werde nun auch das Eis zwischen den Schleusen aufgebrochen und über die Wehre abgeführt.

Die Behörte teilte mit, die Schifffahrt von der Moselmündung flussaufwärts solle nach und nach wieder freigegeben werden, wenn auch nur für die Bergfahrt. Voraussichtlich am (morgigen) Donnerstag sei der Fluss dann auch wieder für die zu Tal fahrenden Schiffe nutzbar. Auf der Mosel lagen etwa 50 Schiffe fest. Das Eis sei an manchen Stellen bis zu zehn Zentimeter dick.

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