Marco W. fliegt nicht wieder in die Türkei

Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte Uelzener Marco W. wird zum nächsten Prozesstag nicht in die Türkei reisen. Seine Anwälte rechnen zudem mit einer erneuter Prozessvertagung in Antalya. Fraglich ist jedoch auch, ob der Prozess gegen Marco überhaupt fortgesetzt wird.

Die Anwälte des in der Türkei wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Marco aus dem niedersächsischen Uelzen gehen von einer erneuten Vertagung des Prozesses aus. Die beiden Anwälte des 18-Jährigen teilten mit, dass ihnen die beim Gericht in Antalya angeforderten Gutachten bis heute nicht übersandt wurden. Marco und seine Eltern würden daher am für diesen Freitag (4. Juli) angesetzten Gerichtstermin in der Türkei auch nicht teilnehmen.


Anwalt Matthias Waldraff sagte, man müsse „mal gucken“, ob das Gericht beim derzeitigen Ermittlungsstand am Freitag überhaupt noch einen neuen Verhandlungstag festsetze. Eine konkrete Prognose, was am Freitag in Antalya vor Gericht passiere, wolle er aber nicht abgeben. Zum gesundheitlichen Zustand des 18-Jährigen wollte sich Waldraff ebenfalls nicht äußern. Ende März hatte Marcos Therapeut „aus ärztlicher Sicht“ von einer Rückkehr in die Türkei abgeraten.

Marco wird beschuldigt, im April 2007 als 17-Jähriger die damals 13-jährige Britin Charlotte im türkischen Urlaubsort Side sexuell missbraucht zu haben. Der deutsche Schüler hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und von einem einvernehmlichen Kontakt gesprochen. Marco war am 14. Dezember 2007 nach acht Monaten aus türkischer Untersuchungshaft entlassen worden.

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