Kriminalität

Rechtsradikaler greift Polizisten mit einer Axt an

Bei seiner Verhaftung im Hamburger Stadtteil Sasel hat ein Rechtsradikaler Polizisten mit einer Axt angegriffen und nur knapp verfehlt. Außerdem besprühte der 46-Jährige die Beamten mit einer Flüssigkeit, die er selbst als Salzsäure deklarierte.

Ein randalierender Neonazi hat im Hamburger Stadtteil Sasel Polizisten mit einem Beil attackiert. Außerdem besprühte er sie mit einer Flüssigkeit, die er in eine Flasche mit „Salzsäure“-Aufschrift gefüllt hatte. Zur Erleichterung der Beamten stellte sich aber wenig später heraus, dass es sich nicht um die ätzende Säure, sondern um eine harmlose Flüssigkeit handelte.


Die Tat in der Straße Dweerblöcken war aus einer für die Polizisten eher alltäglichen Situation heraus entstanden. Die Beamten hatten gegen den 46-jährigen Peter K. einen Haftbefehl wegen Beleidigung vollstrecken wollen. Der Mann ist in der rechten Szene bekannt und gilt als Mitläufer. Gegenüber Polizisten soll er „schnell ausrasten“. An der Tür bepöbelte der Neonazi die Beamten. Eine Beamtin setzte Pfefferspray ein, das ohne Wirkung blieb. Stattdessen griff Peter K. zu einem Beil. Damit schlug er nach der Polizistin. „Sie wurde nur knapp verfehlt“, sagte Hauptkommissar Andreas Schöpflin. Außerdem besprühte er die Beamten mit der vermeintlichen Säure. Die Polizisten zogen sich zurück. Das Mobile Einsatzkommando rückte an. Als die Elite-Polizisten in die Wohnung eindrangen, versuchte Peter K. zu flüchten. Er sprang aus dem Fenster auf ein Vordach. Als er dort festsaß, gab er auf.

Jetzt sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Es wurden weitere Verfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet.

( zv )