Flugzeugunglück in Madrid

Gemeinde Pullach trauert um die Absturz-Opfer

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„Wir haben gehofft und gebetet, dass das Schlimmste nicht eintreten möge", sagt der sichtlich erschütterte Pullacher Bürgermeister Jürgen Westenthanner. „Nun trauern wir um die Familie mit den zwei kleinen Kindern, die hier ihr zu Hause hatte." Im Rathaus der Münchner Vorortgemeinde ist ein Kondolenzbuch aufgelegt worden.

Am Montag hatte eine Meldung aus dem Bayerischen Landeskriminalamt die schreckliche Gewissheit gebracht: Die vierköpfige Familie aus Pullach ist bei dem folgenschweren Flugzeugunglück in Spanien ums Leben gekommen. Die Identität der Pullacher Opfer konnte erst fünf Tage nach dem Absturz der Spanair-Maschine in Madrid und nach einem aufwendigen Abgleich mit DNA-Spuren, die Kriminalbeamte im Haus der Familie in Pullach gesammelt hatten, zweifelsfrei festgestellt werden.


Die Familie war bereits seit Jahren in der Gemeinde südlich von München zu Hause. Vergangene Woche wollten die 38 Jahre alte Mutter Claudia M. und der 50-jährige Vater Gerd zusammen mit ihren beiden Söhnen Lucas (5) und Niklas (8) auf die Ferieninsel Gran Canaria fliegen. Beim Start in der spanischen Hauptstadt Madrid war die Maschine verunglückt.


Bei dem Absturz am Mittwoch vergangener Woche kamen 154 Menschen ums Leben, darunter 19 Ausländer aus elf Nationen. Unmittelbar nach dem Unglück am vergangenen Mittwoch war bereits der Verdacht aufgekommen, dass die Familie unter den Todesopfern sein könnte, da die Eltern und ihre zwei Buben auf der Passagierliste standen. LKA-Experten stellten daraufhin im Haus der Familie DNA-Material sicher. Viele Todesopfer der Flugzeugkatastrophe waren bei dem Unglück bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Fast die Hälfte der Oper konnte immer noch nicht identifiziert werden.

Ob es in Pullach eine offizielle Trauerfeier geben wird, ist noch unklar. „Wir werden nur das tun, was von der Familie gewünscht wird“, sagt Bürgermeister Westenthanner.