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Spiel mit Illusionen: Das Performance-Festival "Berlin del Mar"

Auch wenn die Ostsee nur zwei Autostunden entfernt ist, so liegt Berlin doch nicht wirklich am Meer. Dass die Sehnsucht nach Strand und Sonne und der Unbeschwertheit des südlichen Lebens aber groß ist, das beweisen die zahlreichen Strandbars in Berlin.

Etwas Sand und ein paar Liegestühle genügen, um die Illusion für einen Abend herbeizuzaubern.

Mit dieser Sehnsucht nach der Unbeschwertheit und Leichtigkeit eines meist idealisierten Daseins spielt das Performancefestival "Berlin del Mar". Es wirft allerdings auch einen kritischen Blick auf die Künstlichkeit dieser Welt und die Langeweile, die dahinter lauert. Bis zum 3. Juli greifen verschiedene Ensembles die Sehnsucht nach dem Süden auf. Zum Auftakt inszenieren sich die Mitglieder des amerikanischen Ensembles "Lez Hommes" als Meister des Zeitvertreibs und des scheinbar leichten Amüsements. "Monster Truck" aus Gießen inszeniert nach Zuschauervorschlägen den ultimativen Nervenkitzel - Diebstahl, Unfall oder eine Entführung - alles kann problemlos gebucht werden. Und der "Theaterdiscounter" lässt David Hasselhoff in "Baywatch Ballermann Berlin" eine neue Heimat im Ferienressort an der Spree finden.

Am Haus der Statistik, Otto-Braun-Str. 70-72/Ecke Karl-Marx-Allee, Tel. 283 52 66, 23. 6.-3. 7., Do./Fr. jew. ab 16 Uhr, Sbd./So. jew. ab 14 Uhr