Open-Air-Konzert: David Garrett

Der Mann, der Pop und Klassik vereint

David Garrett ist ein Phänomen. Sein Name genügt, und schon kommen Besucher in seine Konzerte, die normalerweise nicht zu den Anhängern klassischer Musik zählen.

Der Stargeiger schafft es, junge Leute für Paganini und Bizet genauso zu begeistern, wie er Metallica oder Claude Debussy integriert - und bei MTV hat er gar das Super-Mario-Thema auf der Geige gespielt.

Beim Auftritt in der Waldbühne wird der Deutsch-Amerikaner, der seit vergangenem Jahr auch in Berlin lebt, Titel aus seinem Crossover-Album "Rock-Symphonies" spielen. Darunter sind Stücke von Nirvana, aber auch Beethovens 5. Symphonie. Gänsehaut-Feeling dürfte wieder garantiert sein, und die Damen sind von dem hübschen Mann ja sowieso hingerissen.

Was die strenge Klassiker-Zunft kritisiert - er verrate das Kulturgut an den Pop - sieht Garrett als eine Chance: Er will vor allem junge Menschen an die Klassik heranführen, und dazu findet er auch musikalische Grenzüberschreitungen in die Popmusik hinein legitim. "Crossover bricht ein bisschen das Eis für die Klassik", sagt er.

Klassik: Waldbühne, Glockenturmstr. 1, 10. Juni, 20 Uhr, Tel. 0180/557 00 70

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