Mittwoch: Klassik

Neuberliner

Er ist nicht gerade kleinlich in seinen Planungen. Im Jahr 2020, also zu Beethovens 250. Geburtstag, möchte Soheil Nasseri sämtliche Klavierwerke des Meisters im Repertoire haben. Das hat sich der Pianist fest vorgenommen, und er ist schon weit gekommen. Der 29-Jährige hat 28 der 32 Beethoven-Sonaten bereits aufgeführt.

* Heute hat er von dem Wiener Klassiker die "Sieben Bagatellen" und "Die Wut über den verlorenen Groschen" aufs Programm gesetzt. Außerdem spielt er Werke von Robert Schumann und neue Stücke von dem palästinensisch-israelischen Komponisten Samir Odeh-Tamimi.

Die zeitgenössische Musik fasziniert den jungen amerikanischen Pianisten mit iranischen Wurzeln mindestens ebenso sehr wie Beethoven. Mit 21 Ur- und Erstaufführungen hat er in den letzten Jahren auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem engagiert er sich für musikpädagogische Programme. In 60 amerikanischen Schulen hat er für 25 000 Schüler musiziert. Vor vier Jahren hat er sein Europa-Debüt in Italien gegeben. Nun lebt Soheil Nasseri seit einem Jahr abwechselnd in Berlin und New York.

Konzerthaus, 20 Uhr, Tel. 203 09 21 01

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