Testspiel

3:1 gegen Zilina – Union glückt die Generalprobe

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Genki Haraguchi (l.), Mittelfeldspieler von Union Berlin, brachte den Bundesligisten in Führung.

Genki Haraguchi (l.), Mittelfeldspieler von Union Berlin, brachte den Bundesligisten in Führung.

Foto: O.Behrendt / picture alliance / contrastphoto

Union hat das letzte Testspiel in der Winterpause gewonnen. Dabei machte vor allem ein Spieler auf sich aufmerksam.

Berlin.  Union Berlin ist die Generalprobe eine Woche vor dem Pflichtspielstart in diesem Jahr geglückt. Der Berliner Fußball-Bundesligist bezwang MSK Zilina mit 3:1 (2:1). Genki Haraguchi brachte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer per Kopfball in Führung (21.). Innenverteidiger Danilho Doehki erzielte den zweiten Union-Treffer (43.), nachdem Timotej Jambor per Foulelfmeter für Zilina ausgeglichen hatte (27.). Der eingewechselte Kevin Behrens setzte den Schlusspunkt (80.).

„Die erste Halbzeit hat mir nicht gefallen“, sagte Coach Fischer, „da waren wir nicht konsequent genug, unser Tor zu schützen und haben viel zu viel zugelassen.“ Auch was das eigene Offensivspiel anging, war der Union-Trainer nicht zufrieden. „Du musst präziser sein im Aufbauspiel“, forderte der Schweizer, seine Mannschaft habe sich „zu fest in den Druck des Gegners gespielt“.

Vor 3618 Zuschauern in der Alten Försterei dokumentierte Tim Skarke, dass er seine Chance nutzen will, die sich ihm bei Union durch die erhoffte taktische Flexibilität ergibt. Skarke, dessen Wechsel zu Schake 04 in der Winterpause vom Tisch ist, war ein Aktivposten, hatte zudem eine gute Chance (39.).

Defensiv gestattete der Bundesliga-Fünfte dem Sechsten der slowakischen ersten Liga jedoch einiges an Raum. Dem jungen Aljoscha Kemlein merkte man im defensiven Mittelfeld an, dass er sich trotz seiner Qualitäten noch steigern muss. Und in der Dreierkette hatte Innenverteidiger Timo Baumgartl nicht seinen besten Tag. Ihn ersetzte nach der Pause Paul Jaeckel.

Union Berlin noch ohne Zugang Roussillon

Wer auf den ersten Auftritt von Jerome Roussillon gehofft hatte, wurde enttäuscht. Der Franzose, erst am Donnerstag vom VfL Wolfsburg an die Alte Försterei gewechselt, wird erst noch ein paar Trainingseinheiten absolvieren, ehe Fischer in ihm eine Option sieht.

Mit der Verpflichtung des Linksverteidigers schließt Union einerseits die quantitative Lücke, die die Leihe von Tymoteusz Puchacz im Kader hinterlassen hat. Andererseits bringt der 30-Jährige einige Erfahrung mit, was die Viererkette in der Abwehr angeht. Coach Niko Kovac lässt Wolfsburg mit dieser Taktik spielen – und Union hat gerade erst im Trainingslager in Spanien dokumentiert, wie wichtig diese Option für den zweiten Saisonabschnitt wird.

„Wir machen uns gerade ein Bild von ihm“, erklärte Fischer, „er war ja in der Vorbereitung in Wolfsburg auch ein wenig angeschlagen.“ Am Freitag hatte der Franzose bereits Teile des Mannschaftstrainings mitmachen können.

Für die Köpenicker wird es am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) wieder ernst. Dann ist die TSG Hoffenheim zum Punktspielstart in der Bundesliga zu Gast in der Alte Försterei.

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