Berliner Stadtderby

Union gegen Hertha: Fans beklagen schlampige Kontrollen

| Lesedauer: 7 Minuten
An der Alten Försterei ist Geduld gefragt.

An der Alten Försterei ist Geduld gefragt.

Foto: Andreas Gandzior

Der 1. FC Union Berlin trifft am Abend im Stadion An der Alten Försterei auf Hertha BSC. Alle Ereignisse abseits des Spiels im Blog.

Berlin. Der 1. FC Union Berlin trifft in der Fußball-Bundesliga am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei auf Hertha BSC. Hier berichtet die Morgenpost über die Situation vor dem Stadion und in der Stadt. Alles Sportliche zum Berlin-Derby lesen Sie hier.

So sehen Sieger aus

21.25 Uhr: Die Union-Profis feiern ihren ungefährdeten Sieg und die inoffizielle Stadtmeisterschaft.

Union-Fans im Freudentaumel

20.26 Uhr: Das Spiel ist zu Ende, Unions Fans feiern den Derbysieg. Und die Stadtmeisterschaft.

Großes Polizeiaufgebot rund um die Alte Försterei

19.58 Uhr: Die Berliner Polizei zeigt sich für etwaige Ausschreitungen nach der Partie gewappnet. Bisher ist zum Glück alles ruhig, die rivalisierenden Fanlager blieben friedlich.

Großer Frust bei den Hertha-Fans

19.55 Uhr: Die Unzufriedenheit bei Herthas Fans ist mindestens so groß wie der Frust. Also sucht man schon mal nach Alternativen.

Alles ruhig um die Alte Försterei

19.45 Uhr: Vor dem Stadion und auch in der näheren Umgebung ist alles ruhig. Die Polizei meldet aktuell keine Vorkommnisse.

Hertha etwas zu voreilig?

19.19 Uhr: Wer den Schaden hat... Hertha BSC hatte vor dem Derby Werbeflächen gemietet und diese mit blauweißen Fahnen bestücken lassen, um Stimmung zu machen.

Union-Fans fühlen sich schon als "Stadtmeister"

19.04 Uhr: Union führt nach 30 Minuten 2:0, aus dem Union-Fanblock tönt es bereits übermütig "Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer eins". Die Hertha-Fans dagegen haben das Spiel nach dem 2:0 durch Unions Kapitän Christopher Trimmel schon fast abgeschrieben.

Spott nach Unions Führungstreffer

18.45 Uhr: Das 1:0 für Union erheitert die einen und frustriert die anderen.

Volle Alte Försterei bereitet einigen Fans Sorgen

18.38 Uhr: Die Tatsache, dass die Alte Försterei zum ersten Mal seit 20 Monaten mit 22.012 Zuschauern ausverkauft ist, beschäftigt die Fans. Viele schreiben bei Twitter, dass sie zu Hause geblieben sind, weil sie sich angesichts der steigenden Infektionszahlen in Menschenmassen nicht wohlfühlen. Andere äußern ihr Unverständnis über die Entscheidung des Berliner Senats, die 2G-Regel genehmigt zu haben.

Fans beklagen laxe Kontrollen beim Einlass

18.31 Uhr: Bei Twitter berichten Fans von eher laxen Kontrollen, einen Personalausweis musste User mspr1988 nicht vorzeigen, um in die Alte Försterei zu kommen.

Alte Försterei schon gut gefüllt

17.43 Uhr: Knapp eine Stunde vor Anpfiff ist die Alte Försterei bereits prall gefüllt, draußen warten immer noch viele Fans geduldig auf Einlass. An die gebotenen Abstände hält sich jedoch niemand. Die Maskenpflicht wird aber wie im Stadion weitestgehend beachtet.

Polizeihubschrauber kreist über Stadion

17.21 Uhr: Aktuell kreist ein Polizeihubschrauber über der Alten Försterei und den Zufahrtswegen. Eine Polizeisprecherin sagte, es werden Übersichtsaufnahmen aus der Luft gemacht

Hertha-Fans auf dem Weg zum Stadion

17.09 Uhr: Mit lauten Gesängen nähern sich die Hertha-Fans dem Stadion. Die Stimmung ist gut.

Geduld bei Einlasskontrollen gefragt

16.57 Uhr: Der Union-Bus ist an der Alten Försterei vorgefahren. An allen Eingängen gibt es intensive Einlasskontrollen. Es haben sich lange Schlangen gebildet.

Hertha-Fans sollen nicht bis zum S-Bahnhof Köpenick fahren

16.54 Uhr: Um die Fanlager bei der Anreise zu trennen, bittet die Polizei die Hertha-Anhänger, die mit der S3 anreisen, nicht bis zum Bahnhof Köpenick zu fahren.

Fans auf der Insel fiebern mit

16.41 Uhr: Mitgefiebert wird nicht nur in Berlin, auch auf der Insel sitzen die Hertha-Fans schon vor dem Fernseher.

Union-Fans sammeln sich in Köpenick

16.17 Uhr: Lange Schlangen vor dem Union-Fan-Shop am Bahnhof Köpenick. Fans stehen an, um sich für den Stadion-Besuch unter 2G-Bedingungen registrieren zu lassen. Nach Angaben der Polizei ist bisher alles friedlich.

Berliner Polizei mit knapp 1000 Beamten im Einsatz

15.21 Uhr: Die Berliner Polizei ist beim Stadtderby mit 1000 Beamten im Einsatz. Das meldete die Polizei bei Twitter. Die Bundespolizei empfiehlt den Fans von Hertha BSC indes die Anreise über den südlichen Ring der S-Bahn über das Südkreuz zum Bahnhof Schöneweide und von dort mit der S47 zum Bahnhof Spindlersfeld.

Union Berlin gegen Hertha BSC - die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Corona: Wohl noch nie wurde vor einem Hauptstadt-Duell so wenig über Fußball gesprochen. Auch nicht bei den bislang drei Geisterspielen in der Pandemie-Zeit. Jetzt sind die Zuschauer in voller Stärke zurück. 22.012 Fans dürfen dabei sein. Das Stadion an der Alten Försterei ist ausverkauft. Warum jetzt?, fragen Kritiker angesichts rapide steigender Infektionszahlen. Die Regeln erlauben es, sagen die Clubs. Rein kommt nur, wer geimpft oder genesen ist. Eine Maske muss getragen werden, möglichst auch am Sitz- oder Stehplatz. Alkohol wird nicht ausgeschenkt und möglichst sollen sich alle Besucher am Samstag noch selbst testen. Der Fußball setzt auf Eigenverantwortung - zumindest ein Wagnis.
  • Ausgangslage: Union ist sportlich längst die Nummer eins in der Stadt. Platz acht und vier Punkte vor der Hertha auf Platz 13 sind Beleg für eine Konsolidierung des Aufschwungs auf lange nicht für möglich gehaltenem Bundesliga-Niveau. Und in der europäischen Conference League spielt man ja auch noch mit. Die Hertha respektiert die Entwicklung des Stadtrivalen. Ein bisschen ist man auch stolz, dass Berlin die derzeit einzige Stadt mit zwei Erstliga-Clubs ist und nicht mehr München oder Hamburg. Doch auch nach dem Derby wird man hinter den Eisernen liegen. Ein Trost für die Blau-Weißen wäre die Beibehaltung des inoffiziellen Titels als Stadtmeister, den der Sieger für sich reklamieren darf.
  • Personal: Auch hier mischt Corona mit. Bei Union fehlt der infizierte Angreifer Kevin Behrens. Bei Hertha ist ein Einsatz von Stürmer Stevan Jovetic nach dessen positivem Test in der Vorwoche bei der montenegrinischen Nationalmannschaft ungewiss. Ansonsten muss Trainer Pal Dardai auf den rot-gesperrten Kapitän Dedryck Boyata und den Rekonvaleszenten Lukas Klünter verzichten. Bei Union meldete sich noch Paul Jaeckel mit Erkältungssymptomen ab.
  • Historie: Zum fünften Mal treffen die Berliner Rivalen in der Bundesliga aufeinander. Einen Auswärtssieg schaffte dabei bisher keiner. Union gewann das von Krawallen überschattete erste Spiel im November 2019 durch einen Foulelfmeter von Sebastian Polter kurz vor Schluss mit 1:0. Die Hertha gewann ihre beiden Heimspiele im leeren Olympiastadion (4:0/3:1) und darf sich Stadtmeister nennen, weil es im bislang letzten Derby im April im Stadion an der Alten Försterei ein 1:1 gab. Zudem gab es noch vier Duelle in der 2. Liga zwischen 2010 und 2013 - hier ist die Bilanz mit je einem (Auswärts-)Sieg und zwei Remis ausgeglichen. Legendär ist das Freundschaftsspiel im Januar 1990 zur Feier des Mauerfalls - das 2:1 für die Hertha im Olympiastadion war damals nebensächlich.

Union Berlin gegen Hertha BSC - lesen Sie auch:

( BM/ag/dpa )