Conference League

Auf Union wartet gegen Rotterdam ein kleines Endspiel

| Lesedauer: 3 Minuten
Michael Färber
Grischa Prömel (r.) und Kevin Möhwald, Profis von Union Berlin, versuchen, Rotterdams Tyrell Malacia zu stellen.

Grischa Prömel (r.) und Kevin Möhwald, Profis von Union Berlin, versuchen, Rotterdams Tyrell Malacia zu stellen.

Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images

Union braucht gegen Rotterdam einen Sieg, um sich weiter berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen im Europapokal machen zu können.

Berlin. Im Vorfeld der Conference-League-Partie zwischen Union Berlin und Feyenoord Rotterdam am Donnerstag (21 Uhr) haben Trainer Urs Fischer und Mittelfeldspieler Sheraldo Becker versucht, sich trotz der Vorkommnisse im Hinspiel in Rotterdam und am Mittwochnachmittag in Berlin auf das Sportliche zu besinnen. „Das Hinspiel war nicht unser bestes, aber wir sind vorbereitet“, sagte der Niederländer Becker.

Auch Fischer setzt nach dem 1:3 im ersten Duell auf den Wiedergutmachungseffekt: „Wir können die Tabelle alle lesen. Uns ist schon bewusst, dass uns ein Sieg helfen würde. Ich glaube auch, dass das schon ein bisschen im Kopf ist, und dann geht es auch darum, dass wir es besser machen wollen als im Hinspiel.“

Union ist mit drei Punkten Tabellenletzter. Sollte auch das Rückspiel gegen Rotterdam verloren werden und zeitgleich Maccabi Haifa bei Slavia Prag gewinnen, liegt selbst Platz zwei und damit das Play-off für das Achtelfinale in weiter Ferne.

Union Berlin muss auf Kruse verzichten

Bis auf Max Kruse kann Fischer dabei aus dem Vollen schöpfen. Der Angreifer wird wegen Oberschenkelproblemen fehlen. „Wichtig ist, dass es nichts Strukturelles ist“, sagte Fischer. Damit steht auch die Rückkehr von Marvin Friedrich in die Abwehr bevor. Der Innenverteidiger hatte in den vergangenen Wochen wegen einer Corona-Infektion gefehlt. Fischer: „Marvin ist ein wichtiger Spieler für uns, nicht nur auf dem Platz. Er ist Vizekapitän, diese Verantwortung nimmt er an.“

Auch Becker kann sich nach seiner Leistungssteigerung in den vergangenen Wochen berechtigte Chancen auf einen Startelf-Einsatz machen. Für den Niederländer ist es trotz des Umstandes, dass er beim Feyenoord-Rivalen Ajax Amsterdam ausgebildet wurde, „nur ein Spiel. Ich kenne zwar einige Spieler aus Rotterdam, aber morgen Abend ruht die Freundschaft, wir wollen gewinnen.“

Union will dabei an die zweite Halbzeit des Bayern-Spiels anknüpfen. „Diese Leistung müssen wir über 90 Minuten auf den Platz bekommen“, forderte Fischer, „aber du musst auch die Chancen nutzen, denn du weißt nicht, wie viele du bekommst.“

Union Berlin „kann aus dem Nichts treffen“

Gernot Trauner, deutscher Profi in Diensten von Feyenoord erwartet eine Union-Elf, die „ihren Stil nicht verändern und versuchen wird, Bälle hinter unsere Verteidigung zu spielen. Sie sind in der Lage, aus dem Nichts zu treffen.“

Angesprochen auf die bereits im Vorfeld der Partie in Berlin auffällig gewordenen Feyenoord-Fans, die einen großen Teil der East Side Gallery beschmiert haben, sagte Rotterdams Trainer Arne Slot: „Wir sind hier, um Fußball zu spielen, und hoffen, dass alles rund ums Stadion friedlich sein wird. Aber was bereits passiert ist, ist nicht so positiv. Wir hoffen, dass unsere Fans sich an unserem Fußball erfreuen werden. Aber das war kein guter Start.“

Mehr über Union Berlin lesen Sie hier.