Union Berlin

Union braucht Kruse nicht, um Erfolg zu haben

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Michael Färber
Max Kruse (l.), Top-Torjäger von Union Berlin, fehlt den Berlinern schon seit Anfang Dezember.

Max Kruse (l.), Top-Torjäger von Union Berlin, fehlt den Berlinern schon seit Anfang Dezember.

Foto: Annegret Hilse / AFP

Union verliert ohne den verletzten Top-Torjäger kein Bundesliga-Spiel. Dennoch wird nicht nur seine Rückkehr zu Recht herbeigesehnt.

Berlin. Es war schon ein Moment der Ernüchterung, als Max Kruse im Derby bei Hertha BSC humpelnd den Platz verließ und wenig später auch noch bekanntgab, sich einen Muskelbündelriss zugezogen zu haben. Anfang Dezember schien der Erfolgsweg, den der 1. FC Union in seinem zweiten Bundesliga-Jahr eingeschlagen hatte, zumindest unterbrochen.

Typischer Fall von denkste, denn die Mannschaft von Trainer Urs Fischer machte nach der Derby-Pleite (1:3) einfach weiter. Und wie: Zwei Siege und drei Unentschieden säumen die Überholspur, die die Köpenicker auf Europa-League-Platz fünf gebracht hat. Weil das Fischer-Team in der Lage ist, bei seiner Entwicklung von Kruses Qualitäten zu profitieren, ohne sich von ihnen abhängig zu machen.

Union Berlin muss weiter auf Kruse warten

Gleichwohl wird Kruse – ebenso wie so manch anderer aus dem Union-Lazarett – sehnlichst zurückerwartet angesichts des straffen Programms in den nächsten Wochen. Schon am Freitag (20.30 Uhr, DAZN) kommt der Tabellendritte Bayer Leverkusen in die Alte Försterei, am Mittwoch darauf geht es zum Ligazweigten RB Leipzig (20.30 Uhr, Sky).

Kruse ist aber schon noch ein Stück weg“, verdeutlicht Trainer Fischer, „er ist in der Reha, steigert sich von Woche zu Woche. Wir lange das noch geht, kann ich nur schwer sagen. Und wenn man sagt, er ist auf gutem Weg, dann gibt es wieder einen Rückschlag.“

Union Berlin kann auf Schlotterbeck und Gentner hoffen

Verteidiger Nico Schlotterbeck „war auf dem Weg zurück, hat sich leider dann nochmal verletzt“, erklärt der Union-Coach. Doch am Sonntag „hat er das komplette Spielersatztraining absolviert und steigt am Dienstag wieder voll ins Training ein“, ist Fischer zuversichtlich. Gleiches gilt auch für Mittelfeldmann Christian Gentner.

Stürmer Joel Pohjanpalo (Knöchelbruch) kommt langsam „ins Laufen“, sein Programm „wird gesteigert. Ich hoffe, das können wir so beibehalten“, sagt Fischer. Und Anthony Ujah, der seit Sommer wegen Knieproblemen fehlt? Der Angreifer hat laut Fischer bereits „individuell, zum Teil auch mit dem Ball“ trainiert. Diese Woche soll er auch die Aufwärmübungen mit den Teamkollegen bestreiten, „um ihm auch das Gefühl zu geben, weiter Teil dieser Mannschaft zu sein. Das tut ihm sicher auch gut.“

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