Kommentar

Union Berlin hat es faustdick hinter den Ohren

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Inga Böddeling

Die Rolle des Underdogs nimmt Union Berlin bald niemand mehr ab, meint Inga Böddeling.

Berlin – Langsam aber sicher wird es eng für den 1. FC Union. Die Rolle des Underdogs in der Fußball-Bundesliga? Die passt mittlerweile kaum noch zu den Köpenickern. Warum? Das demonstrierte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer beim 2:0 am Sonnabend bei Werder Bremen wieder einmal eindrucksvoll.

Dabei hatte Trainer Fischer vor dem Spiel doch extra noch einmal erklärt, dass sein Team „noch ein bisschen grün hinter den Ohren“ sei. Dem Schweizer war dieser Satz ganz ohne Ironie über die Lippen gekommen. Bewundernswert, wenn man sich die vergangenen Ergebnisse mit dem Sieg gegen Borussia Dortmund und dem Remis gegen Rekordmeister Bayern anschaut. Das Pokal-Aus gegen Paderborn klammern wir hier mal aus.

Union Berlin hat nur eines der letzten 13 Spiele verloren

Dank einer souveränen und kontrollierten Leistung zeigten die Unioner, dass sie überhaupt nicht mehr grün hinter den Ohren sind. Dass sie es vielmehr faustdick hinter den Ohren haben. Der Lohn: der sechste Sieg in dieser Saison. Sowieso: Von den vergangenen 13 Spielen ging nur eines verloren.

Ergebnisse, die Begehrlichkeiten wecken. Begehrlichkeiten, von denen sie bei Union aber überhaupt nichts hören wollen. Wie lange sie das Mantra „Erst muss der Klassenerhalt sicher sein, dann können wir weiterschauen“ noch durchhalten, wird spannend zu beobachten sein.

Das Wörtchen „Europapokal“, es schwebt Richtung Berlin. Dagegen können sie sich bei Union nicht wehren, wenn es weiterhin so rosig läuft. Und sollte der unerwartete Fall eintreten, dass die Berliner am Ende der Saison immer noch da oben stehen, dann darf Trainer Fischer gern wieder behaupten, dass Union doch noch ein bisschen grün hinter den Ohren ist.

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