Union Berlin

Union-Torwart Luthe: „Ich gebe den Ton vor“

Torwart Andreas Luthe sieht Union auf einem guten Weg. Und er lobt Konkurrent Loris Karius im Kampf um die Nummer eins.

Andreas Luthe ist die Nummer eins bei Union Berlin.

Andreas Luthe ist die Nummer eins bei Union Berlin.

Foto: Markus Ulmer / pa / Pressebildagentur ULMER

Berlin. Andreas Luthe oder Loris Karius – wer ist die Nummer eins bei Union Berlin? In den ersten sieben Saisonspielen der Fußball-Bundesliga stand Luthe zwischen den Pfosten, Karius blieb nur die Zuschauerrolle, zuletzt auch wegen eines „Fehltritts“ im Training (Union-Trainer Urs Fischer), der ihn zur Zwangspause verdammte. Da Union das Testspiel gegen Eintracht Braunschweig am Donnerstag abgesagt hat, kann Karius auch keine Pluspunkte unter Wettkampfbedingungen sammeln.

Luthe (33) hat jedenfalls bislang vom Konkurrenzkampf profitiert, wie er im Podcast „Kicker meets DAZN“ wissen ließ. „Ich bin von Anfang an davon ausgegangen, dass auf der Torwartposition noch mal etwas passiert“, sagte Luthe mit Blick auf die Transferaktivitäten der Köpenicker im Sommer.

Der Zweikampf mit dem vom englischen Meister FC Liverpool ausgeliehenen Karius (27) bereitet dem ehemaligen Augsburger keine Probleme. „Für mich ist das kein Stress“, sagte Luthe. Zugleich lobte er die Verpflichtung des sechs Jahre jüngeren Konkurrenten: „Loris macht mich eher besser als schlechter, wenn ich weiß, dass er mir im Nacken sitzt.“

Unions Manager Ruhnert freut sich über Konkurrenzkampf

Oliver Ruhnert sieht den Zweikampf um die Nummer eins entspannt. „Andi Luthe hat im Moment stabil gehalten. Von daher glaube ich, dass die Situation nach außen etwas turbulenter ist als intern“, hatte Unions Geschäftsführer Profifußball am Rande des Bundesliga-Spiels bei der TSG Hoffenheim gesagt.

Gleichwohl ließ Ruhnert aber auch wissen: „Wir können nur einen ins Tor stellen, und am Ende ist es eine Entscheidung, die der Trainer treffen muss. Wir sind in einem Wettbewerb zwischen Torhütern und es ist das Normalste der Welt, dass der Torhüterbereich auch immer davon lebt, einen anderen reinzustellen, wenn es vielleicht mal nicht so gut läuft oder ein Grund dafür besteht. Aber das müssen die Trainer entscheiden.“

Luthe sieht Entwicklung bei Union Berlin

Luthe beunruhigt das nicht. „Mein Torwartspiel ist eher konservativ, aber ich weiß, was ich kann“, gibt er zu verstehen. Und mit jedem Spiel, das er absolviert, wird er auch wichtiger für die Mannschaft. „Wir haben als Team eine gewisse Entwicklung gemacht. Da empfinde ich es als wichtig, dass der Torwart das auch mitmacht und beeinflusst. Ich bin oft der Erste, der im Spielaufbau den Ball hat, ich gebe den Ton vor, ich gebe das Signal“, erklärte Luthe.

Seinen Wechsel zu Union hat er jedenfalls nicht bereut. „In Augsburg war ich nicht der Keeper, dem zu hundert Prozent vertraut wurde. Am Ende haben alle gewonnen“, sagte Luthe.

Mehr über Union Berlin lesen Sie hier.