Union Berlin

Union dünnt seinen Kader aus

Union trennt sich am letzten Tag der Transferperiode von Mees, Taz und Dietz. Ein Problem bleibt jedoch bis zum Ende des Jahres.

Mittelfeldspieler Joshua Mees (l.) verlässt Union Berlin nach zwei Jahren.

Mittelfeldspieler Joshua Mees (l.) verlässt Union Berlin nach zwei Jahren.

Foto: Martin Meissner / pa / AP Photo

Berlin. Wohl kaum ein Bundesligist ist derart aktiv auf dem Transfermarkt gewesen wie Union. Dass die Berliner auch am letzten Tag der Transferperiode mitmischen wollen, erscheint nur logisch. Doch nachdem Union in den vergangenen Wochen gleich elf neue Spieler für die Saison 2020/21 verpflichtet hat, geht es nun in die andere Richtung.

So verlassen Joshua Mees, Berkan Taz und Lars Dietz die Berliner. Mees (24) schließt sich nach gut zwei Jahren bei Union dem Zweitliga-Spitzenreiter Holstein Kiel an, Taz wechselt zum SC Verl in die Dritte Liga und Dietz zieht es zu den Würzburger Kickers.

„Es war Joshuas Wunsch, mehr Spielpraxis bekommen zu können. Aufgrund der Konkurrenzsituation in unserem Kader haben wir diesem Anliegen entsprochen. Wir verlieren Josh sehr ungern, da er sich trotz diverser Verletzungen immer wieder zurückgekämpft hat und fester Bestandteil unseres Kaders in den letzten beiden erfolgreichen Spielzeiten war“, sagte Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball.

Mees spielte 42 Mal für Union Berlin

Insgesamt 42 Pflichtspiele in Bundesliga, Zweiter Liga und im DFB-Pokal bestritt Mees für Union, dabei schoss er acht Tore. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga kam er über den Status des Einwechselspielers jedoch nicht mehr hinaus. Zumal die Konkurrenz auf der linken Außenbahn durch die Leihe des Japaners Keita Endo noch zugenommen hat.

Neben Mees kehrt auch Berkan Taz (21) den Köpenickern den Rücken. Der Berliner wechselt zum Drittliga-Aufsteiger SC Verl. Für den Linksaußen geht es vor allem darum, endlich Fuß im Profibereich zu fassen. Dies lässt die Konkurrenzsituation bei Union für den früheren Jugendspieler der Reinickendorfer Füchse jedoch nicht zu.

Taz spielte einmal für Union Berlin

„Berkans Weg in den Profifußball kann nur über Spielpraxis gehen, diese können wir ihm hier leider kaum bieten. Er ist ein immer positiver Typ, der stets alles gibt, um erfolgreich zu sein, deshalb unterstützen wir seine Bemühungen und seinen Wechsel zum SC Verl,“ kommentierte Ruhnert den Abschied des Offensivspielers, der seit 2017 dem Profikader angehörte und der es in der Aufstiegssaison zu einem Zweitliga-Einsatz brachte.

Dietz war im Januar 2018 zu Union gewechselt, nur ein Pflichtspiel absolvierte der Verteidiger für die Köpenicker nie. Nach den Ausleihen zu den Drittligisten Sportfreunden Lotte sowie Viktoria Köln will der 23-Jährige nun bei Zweitliga-Aufsteiger Würzburg den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen.

„Für Lars wird es Zeit, den nächsten Schritt zu gehen, denn er hat sich in den vergangenen Jahren auch durch seine Leihen in die Dritte Liga absolut weiterentwickelt. Den Schritt in die Zweite Liga wollen wir deshalb unterstützen“, erklärte Unions Manager Ruhnert.

Union Berlin geht mit vier Torhütern in die Saison

Damit geht Union mit einem Kader von 27 Profis in die restlichen elf Spiele dieses Jahres. Und mit einem Problemfeld, das man so zum Trainingsauftakt Ende Juli sicher nicht vermutet hat. Denn mit Loris Karius, Andreas Luthe, Lennart Moser und Jakob Busk startet Union mit vier Torhütern in die nächsten Wochen.

Da sich Karius und Luthe um die Nummer eins duellieren werden, bleiben für Moser, der einen Wechsel angestrebt hatte, und Busk nur die Plätze auf der Tribüne. Wer der neue Stammtorwart wird, damit will sich Trainer Urs Fischer nun in der Länderspielpause auseinandersetzen. Gut möglich, dass das Testspiel am Donnerstag gegen Hannover 96 (17 Uhr, Alte Försterei) erste Aufschlüsse gibt.

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