Union Berlin

Auf Hübner warten bei Union harte Wochen

Bei Union muss Florian Hübner um seinen Stammplatz mehr denn je kämpfen. Dabei hat der Innenverteidiger eine große Sorge weniger.

Innenverteidiger Florian Hübner plagen in der Saisonvorbereitung von Union Berlin erstmals keine Verletzungen.

Innenverteidiger Florian Hübner plagen in der Saisonvorbereitung von Union Berlin erstmals keine Verletzungen.

Foto: nordphoto / Engler / pa

Berlin. Seinem großen Glück steht nichts mehr im Wege. „Anfang Oktober kriegen wir unser Kind, darauf freuen wir uns sehr“, sagt Florian Hübner (29) sichtlich stolz. Ein Junge wird das Leben der jungen Familie ohne Zweifel bereichern. „Und ich werde meine Frau sicher nicht alles allein machen lassen“, fügt der Profi von Union Berlin hinzu. Hübner will Verantwortung übernehmen.

Dies möchte er auch gern beim Fußball-Bundesligisten aus Köpenick. Doch auf den gebürtigen Wiesbadener wartet auch zu Beginn seines dritten Jahres in der Hauptstadt ein Kampf, dem er sich stellen muss. Dabei hätten die Voraussetzungen nicht besser sein können.

Man musste schon zweimal hinschauen, auch oder erst recht, als der Trainingsbetrieb bereits einige Wochen wieder lief. Hübner war dabei, trainierte von Anfang an mit, verletzungsfrei. Das hatte es in den beiden Saisonvorbereitungen zuvor nicht gegeben.

Hübner endlich verletzungsfrei bei Union Berlin

Im Sommer 2018 – Hübner war gerade frisch von Hannover 96 verpflichtet worden – gab es bereits nach zwei Wochen die erste kleine Verletzung. Kurz vor dem Saisonstart setzten ihn muskuläre Probleme außer Gefecht. Erst am dritten Spieltag kam er zu seinem ersten Einsatz

Ein Jahr später, musste sich Hübner erneut durch die Nachwirkungen einer Verletzung kämpfen. Im Knie bereitete ihm eine angeschlagen Kapsel wochenlang Schwierigkeiten. Sein Bundesliga-Debüt für Union absolvierte er erst Ende November beim 1:2 auf Schalke.

„Mein großes Ziel war, in der Vorbereitung verletzungsfrei durchzukommen. Ich fühle mich gut in den Einheiten und in den Testspielen. Deswegen bin ich bis jetzt auf einem ganz guten Weg“, erklärt Hübner. Dafür hat der Innenverteidiger nun mit einem anderen Problem zu kämpfen, das in der Profibranche eben üblich ist: neue Konkurrenz.

Union Berlin holt einen starken Linksfuß

Ein Indiz, wie schwer es für Hübner werden kann, im zweiten Erstliga-Jahr für Union erneut zur Stammelf zu zählen, offenbarte der Test am Sonntag bei Ajax Amsterdam. Beim 2:2 gegen den niederländischen Rekordmeister wurde der Abwehrspieler erst in der 66. Minute für Nils Schlotterbeck eingewechselt. Sollte Schlotterbeck bei Union eine ähnliche Entwicklung nehmen wie dessen Bruder Keven in der vergangenen Saison, kann dieser Wechsel einer sein, den man öfter sehen könnte.

Zumal Union mit Robin Knoche einen erfahrenen Innenverteidiger vom VfL Wolfsburg verpflichtet hat, der nicht nur Bundesliga-, sondern auch Europa-League-Erfahrung mitbringt. Knoches Auftritte wirken durchaus souverän. Und wie Torwart Andreas Luthe treffend zu Knoche anmerkte: „Innenverteidiger, Linksfuß – das ist etwas, das brauchst du in der Saison.“

Hübner will folglich „alles dafür tun, eine Alternative für den ersten Spieltag zu sein. Natürlich bin ich Sportler und ehrgeizig und will jedes Spiel machen“, dies sei auch Trainer Urs Fischer bewusst. Aber: „Wenn ich fit bleibe, gebe ich ihm auf jeden Fall auch gute Gründe, mich spielen zu lassen“, sagt Hübner.

Hübners Vertrag bei Union Berlin endet 2021

Abwanderungsgedanken hatte der 29-Jährige trotz einiger Offerten nicht, wie er wissen ließ. Auch wegen der vergangenen zwei Jahre, die er als „einzigartig“ umschreibt. „Mit einem Verein aufzusteigen, der noch nie in der Bundesliga gespielt hat, ist etwas ganz Besonderes“, blickt Hübner noch einmal zurück ins Jahr 2019.

Und nächstes Jahr? Sein ursprünglich bis 2020 laufender Vertrag hat sich durch eine Klausel um ein Jahr verlängert. „Danach wird sich zeigen, was passiert, was der Verein will und ich persönlich“, erklärt Hübner.

Mehr über Union Berlin lesen Sie hier.