Coronavirus

Union lässt seine Profis bis Ende März zu Hause trainieren

Die Profis von Union Berlin sollten am Freitag wieder ins Training einsteigen. Den Plan hat der Bundesligist allerdings verworfen

Union Berlins Trainer Urs Fischer (M.) muss bis Ende des Monats auf seine Profis verzichten.

Union Berlins Trainer Urs Fischer (M.) muss bis Ende des Monats auf seine Profis verzichten.

Foto: Matthias Koch / dpa

Berlin. Union Berlin trägt der aktuellen Entwicklung rund um das Coronavirus Rechnung und lässt seine Profis weiter individuell zu Hause trainieren. „Aktuell planen wir, das Mannschaftstraining bis 31. März 2020 auszusetzen“, kommentierte Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball.

Der Fußball-Bundesligist hatte ursprünglich für Freitagnachmittag die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings angesetzt, auch am Sonnabend war am Vormittag eine Übungseinheit für das Team von Trainer Urs Fischer geplant.

„Ungeachtet bereits eingeleiteter zusätzlicher Sicherungsmaßnahmen erscheint ein Wiedereinstieg derzeit nicht sinnvoll. Wir als Klub wägen sehr genau ab, wie und wann wir die Notwendigkeit sehen, wieder ins gemeinsame Training einzusteigen“, erklärte Ruhnert in einer Klubmitteilung. Diese Überlegungen würden „in enger Abstimmung mit den Behörden und natürlich auch mit der DFL“ geführt, so Ruhnert weiter.

Virologe bezweifelt die Wiederaufnahme der Spiele dieses Jahr

Ob überhaupt noch in diesem Jahr wieder Profi-Fußball gespielt werden kann, ist ungewiss. Der Virologe Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg geht fest davon aus, „dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang“.

Im „Sportclub“ des NDR machte er deutlich, dass frühestens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnten. „Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann“, sagte Schmidt-Chanasit. „Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht.“

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Spiele der Bundesliga und der Zweiten Liga zunächst bis zum 2. April ausgesetzt. Ende des Monats wollen die Vertreter der 36 Klubs beraten, ob, wann und wie es weitergeht.

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