Bundesliga

So definiert Trainer Fischer Unions Fußball

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Michael Färber
Trainer Fischer erklärt seine Idee von dem Fußball, den er mit Union spielen lassen will.

Trainer Fischer erklärt seine Idee von dem Fußball, den er mit Union spielen lassen will.

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Union hat laut Trainer Fischer gegen Augsburg sein Gesicht gezeigt. Hier erklärt er, wie er den Aufsteiger spielerisch entwickeln will.

Berlin. Die Erleichterung bei Union Berlin nach dem ersten Sieg in der Rückrunde war auch am Tag nach dem 2:0 gegen den FC Augsburg deutlich spürbar. Auch bei Trainer Urs Fischer.

„Der mentale Aspekt war schon nicht ganz so einfach“, sagte der Coach des Bundesliga-Aufsteigers, wohl wissend, wie wichtig der Erfolg nach zuvor nur einem Punkt aus vier Spielen gewesen ist. Was dem Schweizer aber am meisten gefallen hat, „dass wir die Aufgabe mit letzter Konsequenz für uns entschieden haben“.

Union habe, so Fischer „sein Gesicht gezeigt. Wir waren eklig, alle haben am gleichen Strang gezogen und waren gierig, die drei Punkte bei uns zu lassen“. Tatsächlich war es vor allem die Einsatzbereitschaft, der die Berliner ihren siebten Saisonsieg zu verdanken hatten. Stärken, „die uns dahin geführt haben, wo wir stehen. Viel laufen, mehr Zweikämpfe gewinnen, über das definieren wir uns, ohne eine Entwicklung zu bremsen“, so Fischer.

Union Berlin soll sich nicht selbst überraschen

Um eine Entwicklung im spielerischen Bereich voranzutreiben, der gegen die Augsburger gerade in der ersten Halbzeit zu kurz gekommen ist, setzt der Trainer vor allem auf eines: Organisation. „Darüber definiere ich unseren Fußball“, so der 53-Jährige.

„Wenn du in den Positionen bist und den Ball erobert hast, bist du auch in der Position, gefährlich zu werden“, erklärte Fischer, „ob die Spielweise am Schluss reicht, um unser Ziel Klassenerhalt zu erreichen, ist schwierig zu sagen. Was ich weiß: 19 Spieltage sind vergangen und wir haben 23 Punkte – so falsch, glaube ich, war unsere Spielweise dann auch nicht.“

Dennoch weiß auch Fischer, dass sich die Gegner auf die Art Fußball, die Union zu spielen vermag, mehr und mehr einstellen: „Du arbeitest immer daran, dir etwas Neues zu überlegen, um den Gegner mal zu überraschen. Aber pass auf, dass du dich dann nicht selbst überrascht. Wir müssen versuchen, das beste aus unseren Möglichkeiten zu machen und nicht einen Fußball zu spielen, der gewünscht wird, den wir aber nicht spielen können.“

Union Berlin legt Einspruch gegen DFB-Strafe ein

Union hat derweil Einspruch gegen den Antrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingelegt, für die Vorfälle im Derby gegen Hertha BSC (1:0) die Rekordstrafe von 158.000 Euro zu zahlen. Der DFB hatte den Antrag am Donnerstag veröffentlicht, Union hatte diesem zunächst nicht zugestimmt.

Inwiefern die Strafe eventuell gemildert wird, wird nun per Einzelrichterentscheid vor dem DFB-Sportgericht ermittelt. Hertha hatte der Rekordstrafe von 190.000 Euro am Donnerstag zugestimmt. Die Fans der Lokalrivalen hatten beim Duell am 2. November 2019 in der Alten Försterei massiv Pyrotechnik abgebrannt.

Dabei wurden aus dem Hertha-Block zahlreiche Raketen auf die Zuschauerränge abgefeuert. Teils vermummte Union-Anhänger waren zudem direkt nach Abpfiff auf den Rasen gestürmt und wollten sich in Richtung Gäste-Fanblock aufmachen. Union hatte die Strafe laut DFB-Mitteilung auch in „Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst“ erhalten.

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