Kommentar

Union ist Hertha voraus

Aufsteiger Union bleibt trotz der Schalke-Pleite vor Hertha. Und das hat nicht nur etwas mit der Tabelle zu tun, meint Michael Färber.

Die Profis des 1. FC Union beleben die Bundesliga.

Die Profis des 1. FC Union beleben die Bundesliga.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Das Gesetz der Serie besagt, dass jede Serie auch einmal endet, so wie die Siegesserie von Union Berlin. Die Niederlage auf Schalke war verdient, weil der Bundesliga-Aufsteiger in der zweiten Halbzeit den Schalkern kaum noch etwas entgegenzusetzen hatte.

Welche Auswirkungen das auf die Tabelle haben wird? Keine, oder zumindest keine großen. Sicher ist schon jetzt: Der 1. FC Union liegt auch nach diesem 13. Spieltag in der Tabelle vor Hertha BSC.

Das mag auch weiter nur eine Momentaufnahme sein, wie die aktuelle Lage in Trainerkreisen gern bezeichnet wird. Doch ist diese Momentaufnahme immer auch das Abbild aller bislang gezeigten Leistungen.

Markenbild spricht für Union Berlin

Und es ist nicht der einzige Bereich, in dem Union dem Lokalrivalen voraus ist. Ein Blick auf das Markenbild der beiden Berliner Bundesligisten offenbart: Auch hier hat der Aufsteiger aus Köpenick den Etablierten aus Westend hinter sich gelassen. Und zwar deutlich.

So will es die aktuelle Fußballstudie der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2012 beschäftigt sich die TU Braunschweig mit der Markenlandschaft in der Fußball-Bundesliga. Inzwischen bildet die Markenstudie sogar eine Grundlage für unternehmerische Entscheidungen in den Klubs.

Union Berlin ist attraktiver und sympathischer als Hertha

Die Studie, die alle 36 Erst- und Zweitligisten einbezieht, sieht Union auf dem 16. Platz, Hertha hingegen nur auf Rang 24. Bei den Sympathiewerten liegt Rot-Weiß als Siebter sogar noch weiter vor Blau-Weiß (Vorletzter). Nur der FC Bayern wird als noch unsympathischer als Hertha empfunden.

Und geht es um Attraktivität, ist Union als Zehnter ebenfalls im oberen Drittel dabei. Hertha ist Letzter, noch hinter dem Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden.

Union Berlin belebt die Bundesliga

Keine Frage, der Aufstieg hat Union einen enormen Zuspruch beschert, wie nicht nur der Anstieg der Mitgliederzahlen um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 34.000 dokumentiert. Weil die Köpenicker ein belebendes Element für die Bundesliga sind, wie man trotz der Niederlage auf Schalke gerade erst wieder sehen konnte.

Von Hertha kann man das in dieser Saison bislang nicht behaupten.

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