Bundesliga

Schweizer wollen Fischer als neuen Nationalcoach

Laut einer Umfrage wünschen sich die Fans Union-Coach Fischer als neuen Nationaltrainer. Der Schweizer hat dazu eine klare Meinung.

Der Schweizer Urs Fischer ist seit Sommer 2018 Trainer des 1. FC Union.

Der Schweizer Urs Fischer ist seit Sommer 2018 Trainer des 1. FC Union.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Urs Fischer steht hoch im Kurs. Nicht nur beim 1. FC Union, sondern auch in seiner Heimat. Laut einer Umfrage der Schweizer Zeitung „Blick“ wünschen sich 35 Prozent der Teilnehmer den Coach des Fußball-Bundesligisten als neuen Nationaltrainer und damit als Nachfolger von Vladimir Petkovic.

„Vorstellen kann ich mir einiges, aber ob es zu mir passen würde, weiß ich nicht“, sagte der 53-Jährige: „Mir macht die tägliche Arbeit unglaublich Spaß, immer am Puls zu sein. Im Moment würde ich es so sehen, dass mir das fehlen würde.“ Soll heißen: Fischer will seinen bis 2021 laufenden Vertrag bei Union erfüllen.

Gleichzeitig zeigte Fischer Unverständnis für die Umfrage: „Ich kann es nicht verstehen, wie man so etwas machen kann. Du hast einen Trainer, der sehr erfolgreich ist und den die Mannschaft respektiert.“

Ex-Hertha-Coach Favre abgeschlagen

Hintergrund ist die zunehmende Kritik an Petkovic, der mit der Schweiz um die Teilnahme an der Europameisterschaft bangen muss. Die Eidgenossen liegen derzeit hinter Irland und Dänemark nur auf Rang drei, haben mit Georgien und Gibraltar jedoch noch zwei Gegner, „die du schlagen kannst und Irland und Dänemark spielen auch noch gegeneinander“, sagte Fischer.

Petkovic sei, so der Union-Coach, „auf dem besten Weg, die direkte Qualifikation zu schaffen, und er wird in Frage gestellt. Da fehlt mir der Respekt vor dem Trainer, er macht eine tolle Arbeit. Die Schweiz wird mit diesem Trainer die Europameisterschaft bestreiten.“

Hinter Fischer und Petkovic, der 23 Prozent der Stimmen erhielt, liegen in der Umfrage mit jeweils neun Prozent Lucien Favre (von 2007 bis 2009 Trainer bei Hertha BSC, derzeit Borussia Dortmund) sowie Marcel Koller (früher 1. FC Köln, jetzt FC Basel).

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