BUNDESLIGA

1. FC Union: Aufstieg hat teures Nachspiel - 56.800 Euro

DFB verhängt erhebliche Strafe gegen 1. FC Union wegen Pyrotechnik und einer Feuerwerksrakete in den Gäste-Block.

Nach dem erfolgreichen Aufstieg des 1. FC Union gegen den VfB Stuttgart stürmten tausende Fans das Spielfeld im Stadion an der Alten Försterei

Nach dem erfolgreichen Aufstieg des 1. FC Union gegen den VfB Stuttgart stürmten tausende Fans das Spielfeld im Stadion an der Alten Försterei

Foto: Andreas Gora / dpa

Ein teures Nachspiel hat das Relegationsrückspiel für den 1. FC Union. Sportlich hat sich der damalige Zweitligist mit dem 0:0 gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt (Hinspiel: 2:2). Doch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Union im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen zwei Fällen von unsportlichem Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe von 56.800 Euro belegt.

Hierbei dürfte es sich um die höchste bisher von DFB gegen Union verhängte Strafe handeln. Beim Bundesliga-Aufsteiger schien man sich lustig zu machen über den offiziellen Vorgang. „Für den Aufstieg in die Bundesliga musst Du eben einiges investieren“ hieß auf dem offiziellen Twitter-Account von Union, versehen mit einem Smiley mit herausgestreckter Zunge.

Bis zu 19.000 Euro davon kann der Verein für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2019 nachzuweisen wäre.

Feuerwerksrakete in Gäste-Block geschossen

Vor dem Beginn der zweiten Halbzeit des Relegationsrückspiels zündeten Berliner Zuschauer mindestens 15 Bengalische Feuer und fünf Blinker. Dadurch verzögerte sich der Anpfiff im Stadion an der Alten Försterei um etwa vier Minuten. Zudem stürmte unmittelbar nach Spielende tausende Union-Fans aus allen Bereichen des Stadions auf das Spielfeld. Der DFB bestrafte nun, dass einige Union-Fans in den Gäste-Block mit VfB-Anhängern mindestens vier Bengalische Feuer warfen und mindestens eine Feuerwerksrakete in den Bereich schossen. Weiter brannten Berliner Anhänger auf dem Spielfeld „mindestens 30 pyrotechnische Gegenstände ab“, wie es in einer DFB-Erklärung hieß.

Gegen das Urteil des Einzelrichters kann Union binnen 24 Stunden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragen.