Fußball

Union feiert den Aufstieg und will sich nicht verbiegen

Nach dem Feier-Marathon werden beim Bundesliga-Aufsteiger die Weichen für die Zukunft gestellt. Fanliebling Parensen verlängert.

Mit dem Bus ging es für Mannschaft des 1. FC Union durch tausende euphorisierte Fans Richtung Stadion.

Mit dem Bus ging es für Mannschaft des 1. FC Union durch tausende euphorisierte Fans Richtung Stadion.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Der Urlaubsbeginn am Donnerstag kam wie gerufen für die Aufsteiger aus Köpenick. Denn sie alle waren urlaubsreif beim 1. FC Union. Dazu hatte nicht nur die kräftezehrende Aufstiegssaison beigetragen. Sondern vor allem die Party, mit der die Mannschaft den Sprung in die Fußball-Bundesliga am Mittwoch ausgelassen gefeiert hatte.

Bootsfahrt über die Spree, frenetischer Empfang in Köpenick und kollektiver Freudentaumel in der Alten Försterei. Die glückseligen Profis um den heiseren Sebastian Polter hatten nichts ausgelassen. Da verwundert es wenig, dass sich Linksverteidiger Christopher Lenz zwischendurch mit einem Sprung in die Spree abkühlte.

Mehr als 3000 neue Mitgliedsanträge

Die Euphorie in Köpenick ist seit Montagabend ungebrochen. Sie alle freuen sich auf die kommende Spielzeit, in der nicht nur der Stadtrivale Hertha BSC geärgert werden soll. „Wenn wir in der ersten Liga das hier bieten, was wir am Montag gebracht haben und heute hier machen“, rief Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, von der rot-weißen, biergetränkten Bühne zu den mehr als 20.000 Anhängern im Stadion An der Alten Försterei, „dann werden sich viele auch in der ersten Liga hier so schwer tun, weil es so geil ist.“

Alleine in den ersten Tagen nach dem Aufstieg gingen beim Klub mehr als 3000 Mitgliedsanträge ein. Schließlich ruft so ein Aufstieg in die Eliteklasse des deutschen Fußballs automatisch zahlreiche Eventfans auf den Plan. Und auch die wollen eine der begehrten Dauerkarten ergattern.

Mittelfeldmann Flecker kommt aus Österreich

Dennoch versprach Präsident Dirk Zingler beim Empfang im Roten Rathaus in Berlin-Mitte am Mittwochnachmittag, „dass der 1. FC Union Berlin der 1. FC Union Berlin bleiben wird“ und der erstmalige Sprung ins Fußball-Oberhaus den Verein nicht verändern wird.

Dazu passt, dass Defensivroutinier Michael Parensen (32), Fanliebling und bereits seit zehn Jahren bei Union, seinen Vertrag um ein Jahr bis 2020 verlängerte. Die Nachricht sorgte bei den feiernden Massen im Stadion für noch mehr Vorfreude auf das, was da ab Mitte August (die Bundesliga startet an dem Wochenende vom 16. bis zum 18. August) zukommen wird.

Am Donnerstag wartete dann direkt die nächste Personal-Meldung. Florian Flecker (23) vom österreichischen Bundesligisten TSV Hartberg erhält einen Vertrag bis 2021 bei den Köpenickern. Der Mittelfeldmann sei ein „junger, offensive variabler Spieler“, wie Ruhnert in einer Pressemitteilung des Vereins mitteilte.