Endlich ein Derby

Selbst Stadtrivale Hertha freut sich mit Union

Manager Michael Preetz gratuliert dem Aufsteiger via Twitter. Daneben freuen sich auch Spieler und Fans auf die Bundesliga-Derbys.

Manager Michael Preetz gratulierte dem 1. FC Union via Twitter.

Manager Michael Preetz gratulierte dem 1. FC Union via Twitter.

Foto: Thomas Eisenhuth / dpa

Los Angeles.  Der Aufstieg des Stadtrivalen 1. FC Union hat auch Spieler und Verantwortliche von Hertha BSC nicht kalt gelassen – und das, obwohl der Berliner Fußball-Bundesligist derzeit auf Promotion-Reise in Los Angeles weilt.

Beim Anpfiff des entscheidenden Aufstiegsspiels der Köpenicker bekamen Herthas Profis eine Führung durch die Universal Studios in Hollywood. Anschließend waren die Spieler in Kleingruppen unterwegs, blickten zum Teil aber immer wieder auf ihre Telefone, um sich via Liveticker zu informieren. Und tatsächlich: Durch das 0:0 im Relegationsrückspiel gegen den VfB Stuttgart gelang Union der langersehnte Sprung in die Bundesliga, wo sich Klubs und Fans beider Lager nun auf packende Derby-Duelle freuen.

Preetz mit erster kleiner Kampfansage

„Ich gratuliere Union zum Aufstieg“, schrieb Hertha Manager Michael Preetz nach Schlusspfiff beim Kurznachrichtendienst Twitter: „Es tut Berlin ausgesprochen gut, nun zwei Bundesligisten zu haben. Wir freuen uns auf begeisternde Derbys, die wir natürlich für uns entscheiden wollen. Der große Gewinner ist unsere fantastische Hauptstadt.“

Eigengewächs Maximilian Mittelstädt freute sich ebenfalls über den neuen Wettbewerber in Liga eins. „Herzlichen Glückwunsch an Union zum Aufstieg“, sagte der U21-Nationalspieler: „Zum ersten Mal zwei Stadtderbys in der Bundesliga nächste Saison, das wird sicher geil und ist super für Berlin.“

Die vergangenen Stadt-Duelle in Liga zwei hatten keinen klaren Sieger hervorgebracht. In der Saison 2010/11 endete die Partie in der Alten Försterei 1:1, ehe Union im Olympiastadion 2:1 gewann. Eine Schmach, für die sich Hertha 2012/13 revanchierte. Damals gewannen die Blau-Weißen 2:1 in Köpenick, im Rückspiel hieß es 2:2.

Vorfreude beim blau-weißen Anhang

Auch im Morgenpost-Blog „Immer Hertha“ waren wohlwollende Reaktionen aus dem blau-weißen Lager zu lesen. Nutzer „Apollinaris“ schrieb: „Bin happy…einfach nur geil! Habe schon als Steppke mit meiner Restfamilie als Wessi öfters Union geguckt und immer gemocht, obwohl ungewohntes Rot-Weiß. Ein weiterer Kreis hat sich nun für mich geschlossen.“

User „NKBerlin“ meinte: „Gut, dass wir das Olympiastadion haben. Jetzt sind schon mindestens drei Spiele ausverkauft. Bayern, Dortmund und Union.“ Für Traumtänzer gerät Hertha nun stärker unter Zugzwang: „Gratulation, Union! Freue mich auf zwei heiße Derbys. Der Druck auf Westend steigt jedenfalls.“

Auch „sunny1703“ äußerte sich positiv: „Meine Güte was für großartige Emotionen. Wer sich da nicht mitfreut, kann nie Sportler gewesen sein.“