Bundesliga-Relegation

Union-Trainer Fischer: „Mut haben und nach vorn spielen“

Bei Union ist der Optimismus nach dem verpassten Direktaufstieg zurückgekehrt. Trainer Fischer setzt vor allem auf einen Lerneffekt.

Union-Trainer Urs Fischer ist für die Relegation optimistisch gestimmt.

Union-Trainer Urs Fischer ist für die Relegation optimistisch gestimmt.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Berlin. Zwei Tage nach dem verpassten direkten Aufstieg in die Bundesliga und dem 2:2 beim VfL Bochum ist der Optimismus beim 1. FC Union wieder zurückgekehrt.

„Klar, dass am Montag die Stimmung immer noch am Boden war, ein paar Stunden Schlaf helfen dir da nicht, das aus dem Kopf zu bekommen“, sagte Trainer Urs Fischer am Dienstag: „Nun sind wir in der Relegation, da wollten wir nicht hin, aber jetzt beginnt es. Wir wollen eine gute Ausgangsposition erreichen. Es geht darum, Mut zu haben und nach vorn zu spielen.“

Der Schweizer versprühte schon wieder Optimismus mit Blick auf das Relegations-Hinspiel zur Bundesliga beim VfB Stuttgart am Donnerstag (20.30 Uhr, Eurosport-Player): „Es war wichtig, dass die Jungs gleich eine neue Aufgabe als Ziel bekommen. Heute habe ich die Mannschaft positiv erlebt. Es ist wichtig, dass diese neue Aufgabe so zeitnah kommt. Denn was geschehen ist, kannst du nicht rückgängig machen.“

Union sucht Ersatz für Hübner

Personell wird Fischer am Donnerstag umbauen müssen, da Innenverteidiger Florian Hübner eine Gelbsperre absitzen muss. Michael Parensen, aber auch Nicolai Rapp stehen als Kandidaten für den Platz neben Marvin Friedrich bereit. „Beide sind Optionen“, sagte Fischer.

Zugleich deutete der Coach an, bei Grischa Prömel ein wenig mehr Aufbauarbeit leisten zu müssen. Der Mittelfeldspieler hatte mit seinem Fehler den Elfmeter zum 0:2 in Bochum verursacht. „Ich habe mit ihm gesprochen, aber ich spreche mich immer wieder mit den Spielern ab“, erklärte Fischer.

Gleichwohl hofft der Trainer auf einen Lerneffekt. „Ich glaube, es ist ihm selber bewusst, dass das so in dieser Situation nicht noch einmal passieren sollte. Das war eine Lehre für ihn, daran wird er sich noch lange erinnern“, sagte Fischer: „Aber wenn du sofort wieder den Fokus hinbekommst und sagst, weiter geht’s, und er zu den Spielern gehörte, der nochmal diesen Punch entwickeln konnte – das ist für mich die richtige Reaktion.“

Prömels Anschlusstreffer in Bochum aus 25 Metern sei der Beleg dafür gewesen, „dass er sich nicht durch seinen Fehler verunsichern ließ“.

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