Zweite Liga

Unions Hedlund steht vor dem Absprung

Union beschäftigen vor dem Rückrundenstart bei Erzgebirge Aue drei Personalien. Die des Schweden sorgt jedoch für den meisten Ärger.

Unions Mittelfeldspieler Simon Hedlund (r.) im Duell mit dem Dortmunder Ömer Toprak

Unions Mittelfeldspieler Simon Hedlund (r.) im Duell mit dem Dortmunder Ömer Toprak

Foto: Bernd Thissen / picture alliance/dpa

Berlin.  Drei Personalien sind es, die den 1. FC Union vor dem letzten Spiel des Jahres bei Erzgebirge Aue am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) beschäftigen. Da ist zum einen Grischa Prömel. Der Mittelfeldspieler musste zuletzt zweimal pausieren, und auch für das Ostderby zum Rückrundenstart sieht es nicht gut aus. „Die Option Aue wird wahrscheinlich nicht ganz aufgehen, es wird nicht ganz reichen“, gab sich Trainer Urs Fischer keinen Illusionen hin, den am Bein verletzten 23-Jährigen einsetzen zu können. Robert Zulj, Felix Kroos oder Marcel Hartel könnten ihn ersetzen.

Dagegen hat sich die Lage in der Innenverteidigung wieder entspannt. Florain Hübner kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück, Michael Parensen wird wieder ins zweite Glied weichen. Das eingespielte Abwehrduo Hübner/Marvin Friedrich ist einer der Hauptgründe, warum Union einziger ungeschlagener Klub im deutschen Profifußball ist und erst zwölf Gegentore kassiert hat.

Simon Hedlund dürfte in Aue hingegen nicht dabei sein. Auch ob er überhaupt noch einmal für Union auflaufen wird, darf bezweifelt werden. Der Schwede, der nur noch ein Reservistendasein fristet und in den vergangenen drei Spielen nicht im Spieltagskader stand, ließ in der schwedischen Zeitung „Boras Tidning“ wissen: „Der Verein weiß, dass ich gehen will.“ Gespräche mit anderen Klubs würden bereits geführt.

Für Trainer Fischer gilt das Leistungsprinzip

Hedlund und Fischer hätten eine andere Auffassung von Fußball. „Unser Kader wird immer nach dem Leistungsprinzip ausgewählt. Das gilt genauso für Hedlund wie für alle anderen. Das ist das, was ich dazu sage. Das genügt“, kommentierte Coach Fischer.

Geschäftsführer Oliver Ruhnert hatte erst am Mittwoch klargestellt: „Wenn ein Spieler unzufrieden ist und er gehen will, muss er einen Verein bringen und wir müssen dann eine Lösung dafür finden.“

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