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Union freut sich auf das Spitzenspiel beim HSV: "Highlight"

Als Tabellen-Dritter fordert Union Berlin nach der Länderspielpause Spitzenreiter HSV heraus.

Union Berlins Sebastian Andersson

Union Berlins Sebastian Andersson

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Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin freut sich nach dem 4:0-Sieg gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth auf das Spitzentreffen beim Tabellenführer Hamburger SV. "Das ist ein Highlight in der 2. Liga. Ich hoffe, dass wir mithalten können und vielleicht sogar besser sind", sagte Joshua Mees. Der Linksaußen avancierte gegen die etwas unter Wert geschlagenen Fürther wie Stoßstürmer Sebastian Polter zum Doppeltorschützen.

Der höchste Saisonsieg dürfte der zuletzt eher schwächelnden Offensive Auftrieb geben. Nach vier Unentschieden in Serie kam der Befreiungsschlag möglicherweise zur rechten Zeit, um nicht noch mehr Boden in der Tabelle zu verlieren. «Wir hatten in den vergangenen Wochen trotzdem klare Chancen. Diesmal hatten wir das Glück auf unserer Seite», relativierte Polter: "Unentschieden geben trotzdem Sicherheit, auch wenn man nur einen Punkt mitnimmt."

Saisonübergreifend blieb die Mannschaft zum 15. Mal ohne Niederlage. Es spricht für die Unioner, dass sie trotz des Viererpacks gegen die Franken auch selbstkritische Töne anschlugen. Zum einen kam der frühe Führungstreffer durch Mees trotz einer Abseitsposition von Vorlagengeber Marcel Hartel zustande. Zum anderem zeigte die beste Hintermannschaft der Liga, die erst acht Gegentore hinnehmen musste, diesmal auch ungewohnte Schwächen. "Wir müssen stabiler werden. Mit der ersten Halbzeit können wir defensiv nicht zufrieden sein", monierte Rechtsverteidiger und Kapitän Christopher Trimmel.

Im Gästeblock war es in der ersten Halbzeit zu Auseinandersetzungen zwischen Ordnern von Union und Fürther Anhängern gekommen. Die Polizei musste eingreifen. Union kündigte eine kritische Auswertung der Geschehnisse an. "Ein Ordner von Union soll unsere Fans mit einem Handy gefilmt haben. Als er das nicht unterlassen hat, kam es zu beidseitigen Beschimpfungen", sagte der Fürther Sportdirektor Rachid Azzouzi. Daraufhin kam es zu Tumulten und Schlägereien. "Wir müssen das analysieren", kündigte Azzouzi an. Der Gästeblock im Stadion An der Alten Försterei war halbiert worden, weil nur rund 300 Gäste-Fans erwartet worden waren. Im anderen abgetrennten Teil standen auch Union-Fans, die die Auseinandersetzungen aus nächster Nähe mit ansehen mussten.

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