Zweite Liga

Union ist auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft

Elfmeterschütze Sebastian Andersson und Akaki Gogia trafen beim 2:1 in Ingolstadt für die weiterhin ungeschlagenen Berliner.

Unions Sebastian Andersson  (2.v.l.) jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Elfmetertreffer zum 0:1 gegen Ingolstadt

Unions Sebastian Andersson (2.v.l.) jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Elfmetertreffer zum 0:1 gegen Ingolstadt

Foto: dpa

Ingolstadt. Der 1. FC Union ist auf dem Weg zu einem Spitzenteam in der Zweiten Liga. Aus zwei Gründen: Weil der Berliner Fußball-Zweitligist nach dem 2:1 (1:0) beim FC Ingolstadt mit sieben von neun möglichen Punkten aus der englischen Woche geht. Nur Spitzenreiter 1. FC Köln und Jahn Regensburg schafften die volle Ausbeute. Und weil die Köpenicker als Tabellenzweiter nun erster Jäger der Kölner sind.

„Das ist auf sehr, sehr harte Arbeit vom ersten Tag an zurückzuführen“, sagte Sebastian Polter, der auch in Ingolstadt zu einem Kurzeinsatz von sechs Minuten kam: „Wir versuchen, die Spiele mir einer gewissen Zielstrebigkeit zu gewinnen.“ Eben diese zeigte Union vor 7068 Zuschauern von der ersten Minute an. Trainer Urs Fischer hatte dafür Linksverteidiger Ken Reichel (für Christopher Lenz), Mittelfeldspieler Felix Kroos (für Robert Zulj) und Flügelspieler Marcel Hartel (für Simon Hedlund) in die Startelf beordert. Doch Hartel (9.), Innenverteidiger Marvin Friedrich (11.), Reichel (20.) und Stürmer Sebastian Andersson (25.) vergaben beste Chancen.

So musste ein glücklicher Elfmeter für die verdiente Führung her. Dario Lezcano hielt Florian Hübner leicht an der Hüfte, Unions Innenverteidiger nahm das Geschenk dankend an und fiel. Zudem hatte Andersson beim Elfmeter das Glück, dass sein Schuss in die Mitte unter Torwart Marco Knaller durchrutschte (42.).

Ingolstadt hatte eine Woche nach dem Trainerwechsel von Stefan Leitl zu Alexander Nouri vor allem mit sich selbst zu tun. Und Union konnte nachlegen. Thorsten Röcher vertändelte den Ball gegen Hartel, dessen Pass vor den Strafraum sprang nach einem Pressschlag glücklicherweise Akaki Gogia vor die Füße. Sein Schuss aus 16 Metern war für Torwart Knaller nicht zu halten (73.).

„Wir schauen aber erst mal nicht auf die Tabelle, sondern versuchen, das abzurufen, was der Trainer von uns verlangt“, sagte Gogia: „Heute haben wir es richtig gut gemacht, weil wir wenig zugelassen haben.“ Nur einmal musste Union-Torhüter Rafakl Gikiewicz eingreifen, bei einem Schuss von Konstantin Kerschbaumer (76.). Beim Gegentor durch den von Stefan Kutschke verwandelten Elfmeter war der Pole machtlos (80.). Christopher Trimmel hatte Röcher leicht geschoben. Auch ein Strafstoß, den man nicht geben musste.