Fussball

Spannung garantiert! Die 2. Liga rückt weiter zusammen

Viele Klubs müssen zittern. Zwischen Platz vier und Rang 16 liegen nur sechs Punkte.

Bielefelds Julian Börner (r) im Kampf um den Ball mit Tom Weilandt (l) aus Kiel

Bielefelds Julian Börner (r) im Kampf um den Ball mit Tom Weilandt (l) aus Kiel

Foto: pa

Die 2. Bundesliga ist weiter ausgeglichen wie nie zuvor. Während Holstein Kiel durch ein 1:1 (1:1) bei Arminia Bielefeld den Relegationsplatz drei absicherte, rückten die Teams dahinter am 28. Spieltag noch enger zusammen. Zwischen dem Tabellenvierten FC Ingolstadt und dem 1. FC Heidenheim auf Rang 16 liegen nur sechs Punkte, zwischen den sechstplatzierten Bielefeldern und Erzgebirge Aue auf Platz 15 sogar nur drei.

Aue zählt zu den Gewinnern des Spieltags

Zu den größten Gewinnern des Spieltags gehörte Aue, das durch ein 3:1 (2:0) bei Jahn Regensburg die Abstiegsränge verließ. Pascal Köpke (27./57.) und Ridge Munsy (43.) trafen für die Gäste, mehr als der zwischenzeitliche Anschluss durch Marvin Knoll (50.) glückte Regensburg nicht. "Im Endspurt ist jeder Sieg enorm wichtig", sagte Matchwinner Köpke bei Sky. Regensburg verpasste derweil die Chance, den Abstand zu Platz drei auf zwei Zähler zu verkürzen.

Dort bleibt Holstein Kiel, das in Bielefeld nach dem Führungstreffer der Gastgeber von Brian Behrendt (21.) durch den neunten Saisontreffer von Kingsley Schindler (25.) zumindest einen Punkt holte. Damit verpassten die Störche zwar den Sprung auf Rang zwei, haben aber nunmehr bereits fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger. "Wenn wir unsere Spiele gewinnen, sind wir bis zum Ende oben dabei. Das ist alles, was zählt", sagte Abwehrchef Rafael Czichos.

Existenzkampf hat begonnen

Der Existenzkampf beginnt spätestens mit dem zurzeit siebtplatzierten SV Sandhausen, der sich beim punktgleichen FC St. Pauli ein 1:1 (1:0) erkämpfte. Der VfL Bochum, der Eintracht Braunschweig durch Lukas Hinterseers Doppelpack (24./82.) mit 2:0 (1:0) besiegte, hat ebenfalls 37 Zähler auf dem Konto.

Nur einen Punkt dahinter liegen gleich fünf Teams, darunter auch Greuther Fürth, das mit einem 2:1 (1:0) gegen Union Berlin zum Gegner aufschloss. Ex-Nationalspieler Roberto Hilbert (21.) hatte die Franken in Führung gebracht, Marvin Friedrich (49.) ausgeglichen, ehe ein Eigentor des Olympia-Zweiten Grischa Prömel (75.) für die Entscheidung sorgte.

Leidtragender der ungewöhnlichen Dichte im Tabellenmittelfeld ist unter anderem das Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern. Trotz eines 4:1 (1:0)-Auswärtssieges am Samstag beim MSV Duisburg beträgt der Abstand zum rettenden Ufer weiter acht Punkte. Weil Heidenheim zeitgleich beim FC Ingolstadt mit 1:2 (0:0) verlor, ist für die Pfälzer aber immerhin der Relegationsplatz nur noch sechs Zähler entfernt.

Am Montag (20.30 Uhr/Sky) könnte der souveräne Tabellenführer Fortuna Düsseldorf beim Tabellenvorletzten Darmstadt 98 einen weiteren großen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Diesen hatte der zweitplatzierte 1. FC Nürnberg am Samstag durch ein 1:1 (0:1) bei Dynamo Dresden verpasst.

Mehr zum Thema:

1:2! Eigentor von Prömel verstärkt Unions Abstiegsangst