1. FC Union

Union verliert 3:4 - Saisonaus für Polter

Union-Stürmer Sebastian Polter erleidet beim Warmmachen einen Riss der Achillessehne. Berliner kassieren Niederlage.

Kaiserslauterns Christoph Moritz (l) versucht Berlins Grischa Prömel den Ball abzunehmen

Kaiserslauterns Christoph Moritz (l) versucht Berlins Grischa Prömel den Ball abzunehmen

Foto: Uwe Anspach / dpa

Kaiserslautern.  Den Schockmoment für den 1. FC Union gab es schon vor dem Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion. Sebastian Polter blieb beim Warmmachen plötzlich auf dem mit Schnee bedeckten Rasen liegen und musste wenig später mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz geführt werden. Ohne seinen Sturmtank trat der 1. FC Union beim 1. FC Kaiserslautern an – und kassierte mit 3:4 (1:2) die nächste Niederlage in der Fremde.

Doch damit noch nicht genug: Wenige Minuten nach der Pleite kam die niederschmetternde Diagnose. Polter riss sich rechts die Achillessehne, das ergab eine Ultraschalluntersuchung noch am Freitagabend in Kaiserslautern. Das Saison-Aus und eine mehrmonatige Pause für den 26-Jährigen sind die Folge.

Die Nachricht von Polters Verletzung war der Tiefschlag für die Köpenicker nach einer durch und durch verrückten Partie. Schlusslicht Kaiserslautern stemmte sich vor 20.087 Zuschauern von der ersten Sekunde mit großem Kampf gegen einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, Union hielt immer wieder dagegen und versuchte, den Pfälzern mit spielerischen Mitteln beizukommen – sofern dies bei dem schmierigen Untergrund und permanentem Schneetreiben überhaupt möglich war. Am Ende ohne Erfolg.

Der Wahnsinn begann nach sechs Minuten

„Das ist sehr frustrierend, wenn man drei Tore auswärts schießt, aber als Verlierer vom Platz geht“, sagte Steven Skrzybski. Zwei Tore schoss der Stürmer des Fußball-Zweitligisten selbst – zu wenig, um drei wichtige Punkte im Rennen um Relegationsplatz drei zu holen. Und neben Polter musste auch noch Michael Parensen mit einer Knieverletzung raus.

Der Wahnsinn begann nach sechs Minuten, als Brandon Borrello aus 30 Metern per Bogenlampe zum 0:1 unter die Latte traf. Den Ausgleich für Union durch ein Eigentor das Lauterers Sebastian Andersson (36.) bügelte der Stürmer selbst per Kopfball zum 1:2 wieder aus. Das 2:2 von Skrzybski, der einen abgefälschten Schuss von Grischa Prömel verwertete (51.), konterte das Liga-Schlusslicht mit einem Elfmeter (Marvin Friedrich foulte Borrello) zum 2:3 (65.) durch einen Lupfer von Christoph Moritz. Und nachdem erneut Skrzybski den Ball ins Tor hämmerte (81.), nahm sich Daniel Mesenhöler eine Auszeit: Beim Anspiel auf Toni Leistner übersah der Torwart Philipp Mwene, der den Schlusspunkt zum 3:4 setzte (86.).

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