1. FC Union

Coach Hofschneider: „Jedes Spiel ist ein Endspiel“

Union hofft beim Spiel in Kaiserslautern auf ein Ende des Jo-Jo-Effekts. Trainer Hofschneider hat dafür eine ganz einfache Philosophie.

Unions Sturmduo Steven Skrzybski (l.) und Sebastian Polter bekommt von Trainer André Hofschneider eine Einsatzgarantie

Unions Sturmduo Steven Skrzybski (l.) und Sebastian Polter bekommt von Trainer André Hofschneider eine Einsatzgarantie

Foto: Annegret Hilse / picture alliance / Annegret Hils

Berlin.  Sieg gegen Düsseldorf, Niederlage in Braunschweig, Sieg gegen Sandhausen – die vergangenen Zweitliga-Wochen des 1. FC Union gleichen dem Auf und Ab eines Jo-Jos. Kaum geht es einen Schwung aufwärts, kommt auch schon der nächste Abschwung.

Inzwischen fühlt man sich an längst vergangene Zeiten erinnert: zu Hause hui, auswärts pfui. Am Freitag, im Gastspiel beim Liga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (18.30 Uhr, Sky), hofft der Fußball-Zweitligist diese Regelmäßigkeit endlich zu beenden.

André Hofschneider, Unions Trainer, hat eine ziemlich einfache Philosophie dafür: „Weniger reden, mehr auf dem Platz zeigen.“ Denn angesichts des Schneckenrennens um Relegationsplatz drei ist „für uns jedes Spiel ein Endspiel“, erklärte Hofschneider. Seit dem 15. Oktober (2:0 bei Jahn Regensburg) holte Union gerade einmal drei magere Unentschieden in sieben Spielen in der Fremde.

Das Team steht in der Bringschuld

Noch immer überrascht den Coach die Diskrepanz zwischen den Auftritten seines Teams daheim und auswärts. „Wenn man gegen Düsseldorf den Level so hoch legt, dann ist es schon erstaunlich, dass ich diese Leistung eine Woche später in Braunschweig nicht mal im Ansatz bringe“, sagte Hofschneider. Am Freitagabend im Fritz-Walter-Stadion sieht er seine Elf deshalb auch in der Bringschuld.

Zum Erfüllen dieser Schuld kann Union personell aus dem Vollen schöpfen. Eine Einsatzgarantie gab es lediglich für zwei Profis. „Sebastian Polter und Steven Skrzybski werden auf jeden Fall spielen“, sagte Hofschneider: „Polter hat momentan zwar nicht den zwingenden Erfolg in der Torausbeute, aber er schafft Räume, die Skrzybski nutzt.“

Es wäre auch geradezu fahrlässig, würden die Köpenicker auf das beste Sturm-Duo in der gesamten Liga verzichten. Polter (zwölf Tore) und Skrzybski (11) erzielten 23 der 41 Saisontreffer.

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