Kommentar

Union kann mehr Kompetenz vertragen

Der Trainerwechsel von Jens Keller zu André Hofschneider war der größte Fehler des 1. FC Union in dieser Saison, meint Michael Färber.

Union-Trainer André Hofschneider (r.), Abwehrchef Toni Leistner

Union-Trainer André Hofschneider (r.), Abwehrchef Toni Leistner

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin. Besonderes erreicht man nur, wenn man Besonderes leistet – die Worte von Union-Klubchef Dirk Zingler auf der Mitgliederversammlung im November waren deutlich. Für Union liegt der Aufstieg nun besonders weit weg, weil der Trainerwechsel von Jens Keller zu André Hofschneider ein besonders großen Fehler gewesen ist – es sei denn, es gab doch nicht nur sportliche Gründe, wie alle Union-Verantwortlichen immer wieder beteuern.

Zingler, vor allem aber Sport-Geschäftsführer Lutz Munack, dem Impulsgeber für die Keller-Demission, obliegt es nun, die Fehlentscheidung zu korrigieren. Durch einen Trainer, der den auf Pressing und schnellem Umschaltspiel ausgelegten Kader nicht seiner Qualitäten beraubt. Oder einem erneuten Umbruch in der Mannschaft, in der Bundesliga-taugliche Akteure wie Steven Skrzybski oder Sebastian Polter in Liga zwei nur schwer zu halten sein werden, wenn zahlungskräftige Konkurrenz aus dem Oberhaus anklopft.

Will Union dort tatsächlich einmal ankommen, brauchte es ausreichend sportliche Kompetenz, nicht nur auf dem Platz, sondern in allen Bereichen.