2:1-Sieg in Fürth

Union Berlin beendet Saison mit Erfolgserlebnis

Nach einer kurzen Unterbrechung wegen des Abbrennens von Pyrotechnik durch Fans der Köpenicker drängten die Berliner auf den Sieg.

Die Köpenicker haben Grund zum jubeln

Die Köpenicker haben Grund zum jubeln

Dank Rückkehrer Sebastian Polter hat der 1. FC Union Berlin seine erfolgreichste Saison in der 2. Bundesliga mit einem Sieg abgeschlossen. Die Eisernen gewannen am Sonntag beim Angstgegner SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 (1:0) und knackten im Fußball-Unterhaus erstmals die 60-Punkte-Marke. Kenny Prince Redondo (38. Minute) erzielte die 1:0-Führung für das Team von Trainer Jens Keller, Polter (78.) besorgte per verwandeltem Elfmeter die späte Entscheidung. Serdar Dursun erzielte den vorübergehenden Ausgleich (66.). Für den Tabellenvierten war es im zehnten Anlauf der erste Sieg überhaupt in Fürth.

Union kam ohne seinen verletzten Kapitän Felix Kroos in einer auf beiden Seiten schwungvollen Anfangsphase zur ersten Großchance: Sebastian Polter setzte sich stark durch, schob den Ball im zweiten Versuch aber nur gegen den Innenpfosten (7.). Der Stürmer, der in den vergangenen beiden Partien nach einer Roten Karte noch schmerzlich worden war, belebte das Angriffsspiel sichtbar. Nach 18 Minuten traf er den Ball aus spitzem Winkel nicht richtig.

Auch an der Führung war Polter maßgeblich beteiligt. Einen Einwurf von Kristian Pedersen legte der Winter-Neuzugang für Redondo auf, den Schuss des 22-Jährigen fälschte Fürths Tolcay Cigerci unhaltbar für den früheren Hertha-Keeper Sascha Burchert ins eigene Netz ab.

Nach dem Treffer verlor die Partie etwas an Tempo, das Heimteam übernahm immer mehr das Kommando. Lange Zeit blieb jedoch der Lattenschlenzer von Khaled Narey (22.) die beste Chance der Fürther - bis Dursun eine Nachlässigkeit in der Union-Abwehr eiskalt nutzte. Nach einem Eckball kam der Angreifer frei zum Kopfball und erzielte den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich.

Nach einer kurzen Unterbrechung wegen des Abbrennens von Pyrotechnik durch die Fans der Köpenicker drängten die Berliner auf den Sieg. Lukas Gugganig brachte Polter im Strafraum zu Fall, der Gefoulte trat selbst an. Zunächst ließ Schiedsrichter Thorben Siewer den Elfmeter wiederholen, weil Unioner zu früh in den Sechszehner gelaufen waren. Polter behielt die Nerven, wechselte bei seinem Schuss die Ecke - und traf erneut.