Zweite Liga

Unions Mesenhöler hält, was er verspricht

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Michael Färber
Union-Torwart Daniel Mesenhöler hat alles im Griff

Union-Torwart Daniel Mesenhöler hat alles im Griff

Foto: imago sportfotodienst / imago/Annegret Hilse

Bei Union drängt nach drei Partien mit Daniel Mesenhöler Jakob Busk zurück ins Tor. Trainer Keller erwartet eine „Bauchentscheidung“.

Berlin.  Natürlich gab es wieder Glückwünsche. Und Daniel Mesenhöler (21), der Torwart des 1. FC Union, nahm sie nach dem 1:0 gegen Nürnberg auch dankend entgegen. Weil sie von seinem Konkurrenten im Tor, Jakob Busk (23), kamen.

Der Däne hatte seinem Ersatzmann schon nach den beiden Siegen gegen Würzburg (2:0) und auf St. Pauli (2:1) gratuliert. Gesten, die den guten Umgang der zwei Union-Torhüter miteinander dokumentieren. Auch wenn der Begriff Ersatzmann nun vielleicht neu vergeben werden muss.

Es kommt nicht von ungefähr, wenn Trainer Jens Keller von einer „Bauchentscheidung“ spricht, die er vor dem Spitzenspiel in Hannover (1. April) zu treffen habe. Denn während Busk bis zu seiner Oberschenkelverletzung vor drei Wochen die klare Nummer eins gewesen ist, stehen sich nun zwei Torhüter auf Augenhöhe gegenüber.

Keine Blöße gegen Nürnberg

„Ich habe mir gegen Nürnberg keine Blöße gegeben“, sagte Mesenhöler, der ob des guten Teamgeistes in der gesamten Mannschaft auf eine Kampfansage verzichtete. Dennoch ließ er durchblicken: „Ich habe jetzt drei Spiele gemacht, in denen ich zeigen konnte, was ich drauf habe.“

Der Vorsprung, den Busk durch die Rückrunde der vergangenen Saison hatte, scheint aufgebraucht. „Daniel ist ruhig, er weiß, was er kann. Jakob hat am Anfang der Saison ein paar Probleme gehabt, hat sich aber dann wahnsinnig gefestigt. Daniel hat danach herausragend gespielt“, sagte Keller: „Wir sind froh, dass er so eingesprungen ist, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Mesenhölers Selbstbewusstsein hat darunter sicherlich nicht gelitten. Laut Keller hat sich dessen Auftreten im Training dennoch nicht verändert.

Entscheidung soll nächste Woche fallen

Im Testspiel am Donnerstag beim Berlin-Ligisten SV Empor (19 Uhr, Cantianstraße) wird wohl Busk, der diese Woche ins Mannschaftstraining zurückkehrt, wieder zwischen den Pfosten stehen. In der Woche danach wird dann die Entscheidung fallen, wer in Hannover und wohl auch für den Rest der Saison im Tor steht.

„Mein Ziel muss es sein, mich mit meinen Leistungen so zu empfehlen, dass der Trainer Bauchschmerzen hat bei seiner Entscheidung“, sagte Mesenhöler. Dies ist ihm offensichtlich gelungen.

( fär )