Zweite Liga

Unions bitterer Abend in Heidenheim

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Michael Färber
Tim Kleindienst (M.) eröffnete den Torreigen für Heidenheim

Tim Kleindienst (M.) eröffnete den Torreigen für Heidenheim

Foto: Stefan Puchner / dpa

Zweitligist Union verliert das Verfolgerduell in Heidenheim deutlich mit 0:3. Mittelfeldspieler Daube verletzt sich an der Schulter.

Heidenheim.  Die Analyse der Partie beim 1. FC Heidenheim von Felix Kroos war kurz und knapp. „Wir sind schwach reingekommen und haben auch in den 90 Minuten nicht zu unserem Spiel gefunden“, sagte der Kapitän des 1. FC Union.

Die Quittung dafür war ein deutliches 0:3 (0:1) bei den Ostwürttembergern. Berlins Fußball-Zweitligist verpasste damit nicht nur den Sprung auf einen Aufstiegsplatz, sondern musste Heidenheim in der Tabelle auch noch vorbeiziehen lassen.

Jens Keller, Unions Trainer, unternahm nicht einmal den Versuch, die fünfte Saisonniederlage schönzureden. „Wir sind von Anfang an mit zu wenig Energie aufgetreten und waren in den Zweikämpfen nicht aggressiv genug. Da muss man einfach ehrlich sein: Die Niederlage ist hochverdient“, sagte Keller.

Daube verursacht Foulelfmeter

Hatte der Sieg am Montagabend gegen Eintracht Braunschweig (2:0) entgegen der Ankündigung des Coaches, seine Mannschaft könne auch englische Wochen spielen, vielleicht doch zu viel Kraft gekostet? „Ich will nicht sagen, dass nicht jeder alles gegeben hat“, sagte Kroos, „aber es sollte nicht sein.“

Zu allem Überfluss verlor Union auch noch Dennis Daube, der mit einer Verletzung an der rechten Schulter nach knapp einer Stunde ausgewechselt werden musste. Der defensive Mittelfeldspieler verletzte sich bei seiner missglückten Abwehraktion im Strafraum gegen den Heidenheimer Robert Strauß. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marc Schnatterer (57.) zum 0:2.

Es war schon zu diesem frühen Zeitpunkt die Entscheidung in einem Spiel, in dem Union vor 12.300 Zuschauern nicht nur kraft-, sondern auch ideenlos wirkte.

Leistner blieb in Berlin

Die Passivität im Defensivverhalten bestrafte Tim Kleindienst mit dem 0:1 (34.). Auf der linken Seite verlor Kristian Pedersen den Ball, Heidenheims Strauß durfte das Spielgerät unbehelligt an den Strafraum bringen, wo Kleindienst – von Roberto Puncec nur begleitet – diese Vorarbeit mit einem 17-Meter-Schuss vollendete.

Nach Schnatterers Elfmetertor setzte Ben Halloran mit dem 0:3 noch einen drauf (90.+2).

Nicht mit nach Heidenheim gereist war Toni Leistner. Unions Abwehrchef ist wegen der bevorstehenden Geburt seines Kindes in Berlin geblieben.

( fär )